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Kurz gesagt: IT steht für Informationstechnologie, im Englischen Information Technology. Gemeint ist alles, was Informationen elektronisch erfasst, speichert, verarbeitet und überträgt – Hardware, Software, Netzwerke und die Menschen, die das betreiben.
Im deutschen Sprachgebrauch ist die Abkürzung dieselbe wie im Englischen. Nur die Aussprache unterscheidet sich.
Der Begriff
Zur IT gehören die Geräte (Hardware), die Programme (Software), die Verbindungen zwischen ihnen (Netzwerke) und die Daten selbst.
In Unternehmen bezeichnet „die IT“ meist auch die Abteilung, die dafür zuständig ist – von der Benutzerunterstützung über den Serverbetrieb bis zur Informationssicherheit.
Woher der Begriff kommt
Er verbreitete sich in den 1980er-Jahren aus dem Englischen und löste im Deutschen nach und nach die ältere Bezeichnung EDV ab – Elektronische Datenverarbeitung.
Der Unterschied ist mehr als Mode: EDV betont die Verarbeitung von Daten, IT umfasst zusätzlich Speicherung, Übertragung und Vernetzung.
Wie man es ausspricht
Im Deutschen buchstabiert man üblicherweise „I-T“, im englischen Umfeld „ai-tie“. Beides ist gebräuchlich; innerhalb eines Textes sollte man bei einer Variante bleiben.
Verwandte Abkürzungen
EDV – Elektronische Datenverarbeitung, der ältere deutsche Begriff.
ICT beziehungsweise IKT – Informations- und Kommunikationstechnologie; betont die Übertragung stärker.
IS – Informationssysteme, meist als wissenschaftliche Disziplin.
OT – Operational Technology, die Steuerungstechnik in Produktionsanlagen. Die Abgrenzung zur IT ist in der Industrie wichtig, weil beide Welten unterschiedliche Sicherheitsanforderungen haben.
Typische Zusammensetzungen
IT-Sicherheit, IT-Infrastruktur, IT-Grundschutz, IT-Forensik, IT-Recht. In allen Fällen wird im Deutschen mit Bindestrich geschrieben.
Welche Bereiche dazugehören
Unter den Begriff fallen Hardware, Software, Netzwerke, Datenbanken, Sicherheit und der Betrieb von Systemen. In Unternehmen wird zwischen Entwicklung, Betrieb und Support unterschieden. Diese Aufteilung prägt auch die Berufsbilder.
Hinzu kommen Querschnittsthemen wie Datenschutz, Compliance und Projektmanagement. Sie sind keine rein technischen Aufgaben. Genau dort liegen viele Reibungspunkte.
Die Grenze zur Telekommunikation ist fließend, weshalb international häufig von Informations- und Kommunikationstechnologie gesprochen wird. Diese weitere Fassung ist in Statistiken üblich. Sie erklärt abweichende Zahlen.
Berufe und Ausbildung
In Deutschland gibt es mehrere anerkannte Ausbildungsberufe in diesem Feld, darunter Fachinformatikerinnen mit verschiedenen Fachrichtungen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual organisiert. Die Verordnungen wurden zuletzt 2020 überarbeitet.
Daneben führen Studiengänge in Informatik, Wirtschaftsinformatik und verwandten Fächern in das Feld. Auch Quereinstiege sind verbreitet, weil Fachkräfte fehlen. Zertifikate spielen dabei eine große Rolle.
Die Nachfrage ist seit Jahren hoch, was Statistiken der Arbeitsagentur belegen. Gleichzeitig wandeln sich Anforderungen schnell. Weiterbildung gehört deshalb zum Beruf.
Sicherheit als eigenes Feld
Informationssicherheit umfasst technische und organisatorische Maßnahmen, um Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten zu sichern. Diese drei Schutzziele sind der Kern jeder Sicherheitsbetrachtung. Sie stehen in allen einschlägigen Normen.
Für Betreiber kritischer Infrastrukturen bestehen gesetzliche Pflichten, unter anderem zur Meldung von Vorfällen. Zuständig ist in Deutschland das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Es veröffentlicht Lageberichte und Empfehlungen.
Für Privatpersonen sind Aktualisierungen, starke Passwörter und Zwei-Faktor-Anmeldung die wirksamsten Maßnahmen. Diese drei decken einen Großteil der Risiken ab. Sie kosten nichts.
Wie sich der Begriff gewandelt hat
Bis in die 1990er-Jahre war in Deutschland die Bezeichnung elektronische Datenverarbeitung verbreitet, die den Schwerpunkt auf Rechenzentren legte. Mit Vernetzung und Internet verschob sich der Fokus auf Information und Kommunikation. Der neue Begriff setzte sich in dieser Zeit durch.
Heute überlagern sich weitere Begriffe wie Digitalisierung und Cloud, die teils dasselbe meinen. Sie beschreiben eher Organisationsformen als Technik. Diese Unschärfe ist gewollt.
Für die Praxis ist die Bezeichnung weniger wichtig als die Frage, welche Aufgabe gemeint ist. In Stellenanzeigen lohnt deshalb der Blick auf die Beschreibung. Der Titel sagt wenig aus.
Wie man den Begriff schreibt
Die Abkürzung wird in Großbuchstaben geschrieben und im Deutschen meist wie im Englischen buchstabiert. Beide Aussprachen sind verbreitet. Eine Regel gibt es nicht.
In Zusammensetzungen wird mit Bindestrich gekoppelt: IT-Abteilung, IT-Sicherheit, IT-System. Das entspricht den Regeln für Abkürzungen in Zusammensetzungen. Eine Zusammenschreibung ohne Bindestrich ist falsch.
Das Genus richtet sich nach dem Grundwort der Zusammensetzung. Steht die Abkürzung allein, wird sie meist als feminin behandelt, abgeleitet von Technologie. Wörterbücher verzeichnen das entsprechend.
Wie Unternehmen ihre IT organisieren
Verbreitet ist die Trennung in Betrieb, Anwendungsentwicklung und Anwenderunterstützung, ergänzt um Sicherheit und Einkauf. In kleineren Unternehmen übernehmen einzelne Personen mehrere Rollen. In großen Häusern sind es getrennte Abteilungen.
Zunehmend werden Leistungen von Dienstleistern bezogen, etwa Rechenzentren, Software als Dienst oder ausgelagerte Unterstützung. Das verändert die Anforderungen an interne Teams. Steuerung und Vertragsmanagement gewinnen an Bedeutung.
Für Nutzerinnen und Nutzer ist vor allem die Erreichbarkeit der Unterstützung wichtig. Deshalb werden Service-Level vertraglich festgelegt. Sie beschreiben Reaktions- und Lösungszeiten.
Was Digitalisierung damit zu tun hat
Digitalisierung bezeichnet die Umstellung von Abläufen auf digitale Verfahren, nicht die Technik selbst. Sie betrifft damit Organisation, Prozesse und Qualifikation. Technik ist dabei ein Werkzeug, kein Ziel.
Genau deshalb scheitern Vorhaben selten an der Technik, sondern an unklaren Zuständigkeiten und fehlender Beteiligung der Beschäftigten. Diese Erfahrung ist in Studien gut dokumentiert. Sie gilt für Verwaltung und Wirtschaft gleichermaßen.
Wie man in die IT einsteigt
Klassische Wege sind eine Ausbildung zum Fachinformatiker, ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik sowie der Quereinstieg über Zertifikate. Alle drei Wege sind in Deutschland verbreitet. Der Bedarf an Fachkräften ist seit Jahren hoch.
Die Fachinformatiker-Ausbildung dauert drei Jahre und ist in mehrere Fachrichtungen unterteilt, darunter Anwendungsentwicklung und Systemintegration. Sie findet dual statt, also im Betrieb und in der Berufsschule. Ein Abschluss ist bundesweit anerkannt.
Für den Quereinstieg zählen nachweisbare Projekte oft mehr als Zeugnisse. Viele Arbeitgeber prüfen Bewerbungen deshalb über praktische Aufgaben. Ein öffentliches Code-Portfolio hilft dabei.
Häufige Fragen
Schreibt man IT groß?
Ja, beide Buchstaben. „It“ wäre falsch.
Heißt es „die IT“ oder „das IT“?
Die IT – nach dem Grundwort Technologie.
Was ist der Unterschied zwischen IT und Informatik?
Informatik ist die Wissenschaft, IT die praktische Anwendung und der Betrieb.
Gibt es andere Bedeutungen von IT?
Ja, etwa das Länderkürzel für Italien. Im technischen Zusammenhang ist aber fast immer Informationstechnologie gemeint.
Wofür steht die Abkürzung?
Für Informationstechnologie beziehungsweise Information Technology.
Wie schreibt man Zusammensetzungen?
Mit Bindestrich, etwa IT-Sicherheit.
Was war der Vorgängerbegriff?
Elektronische Datenverarbeitung.
Quellen
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
- DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
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