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Kurz gesagt: Ein Elektroauto bezieht Strom aus einer Batterie, ein Wechselrichter formt ihn um, und ein Elektromotor macht daraus Drehbewegung. Ein Getriebe mit mehreren Gängen braucht es nicht – der Motor liefert sein volles Drehmoment vom Stillstand an.
Der Antriebsstrang ist deutlich einfacher als beim Verbrenner: kein Auspuff, kein Tank, kein Ölwechsel, keine Kupplung.
Die Bauteile
Batterie. Meist Lithium-Ionen-Zellen im Fahrzeugboden. Sie bestimmt Reichweite, Gewicht und einen Großteil des Preises.
Leistungselektronik. Sie wandelt den Gleichstrom der Batterie in Wechselstrom für den Motor und regelt, wie viel Leistung fließt.
Elektromotor. Ein Magnetfeld versetzt den Rotor in Drehung. Wirkungsgrad über 90 Prozent – ein Verbrennungsmotor liegt bei 25 bis 40 Prozent.
Untersetzungsgetriebe. Ein fester Gang genügt, weil der Motor über einen weiten Drehzahlbereich arbeitet.
Rekuperation
Beim Bremsen arbeitet der Motor als Generator: Die Bewegungsenergie des Autos treibt ihn an und lädt die Batterie.
Im Stadtverkehr bringt das spürbar Reichweite, weil dort ständig gebremst wird. Nebeneffekt: Die mechanischen Bremsen werden kaum benutzt und halten entsprechend lange.
Bei starker Rekuperation reicht oft ein Pedal – Gasfuß heben bremst bereits.
Laden
Wechselstrom (AC) an Wallbox oder Ladesäule, meist 11 Kilowatt. Das Ladegerät sitzt im Fahrzeug. Eine volle Ladung dauert mehrere Stunden – ideal über Nacht.
Gleichstrom (DC) an Schnellladesäulen mit 50 bis über 300 Kilowatt. Hier lädt die Säule direkt in die Batterie, das Fahrzeuggerät wird umgangen. Von 10 auf 80 Prozent dauert es je nach Auto 18 bis 40 Minuten.
Über 80 Prozent wird bewusst langsamer geladen, um die Zellen zu schonen. Deshalb wird auf Langstrecken meist nur bis 80 Prozent geladen.
Wovon die Reichweite abhängt
Tempo. Der Luftwiderstand steigt quadratisch. Bei 130 km/h liegt der Verbrauch deutlich über dem bei 100.
Temperatur. Bei Kälte arbeitet die Batterie schlechter, und das Heizen kostet zusätzlich Strom – anders als beim Verbrenner, der Abwärme im Überfluss hat. Im Winter sind 20 bis 30 Prozent weniger Reichweite normal. Eine Wärmepumpe mildert das.
Fahrweise und Zuladung. Wie bei jedem Auto.
Häufige Fragen
Wie lange hält die Batterie?
Hersteller garantieren meist acht Jahre oder 160.000 Kilometer auf mindestens 70 Prozent Restkapazität. Praxiswerte liegen oft darüber.
Kann man an der Haushaltssteckdose laden?
Ja, aber sehr langsam und nur als Notlösung. Für den Alltag ist eine Wallbox vorgesehen.
Was passiert bei Regen an der Ladesäule?
Nichts. Die Steckverbindung leitet erst, wenn Fahrzeug und Säule sich verständigt haben und die Verriegelung sitzt.
Braucht ein Elektroauto Inspektionen?
Ja, aber weniger umfangreich. Ölwechsel, Zahnriemen, Auspuff und Zündkerzen entfallen.
Quellen
Das passt dazu
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