Inhalt
Kurz gesagt: Solarzellen wandeln Licht direkt in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter macht daraus Wechselstrom, der im Haus genutzt oder ins Netz eingespeist wird. Eine Anlage mit 10 Kilowatt Leistung liefert in Deutschland etwa 9.000 bis 10.000 Kilowattstunden im Jahr.
Der eigentliche Vorgang braucht keine beweglichen Teile – das ist der Grund für die lange Lebensdauer.
Der photovoltaische Effekt
Eine Solarzelle besteht aus zwei Siliziumschichten, die unterschiedlich behandelt wurden: Die eine hat einen Elektronenüberschuss, die andere einen Mangel. An ihrer Grenze entsteht ein elektrisches Feld.
Trifft Licht auf die Zelle, schlägt es Elektronen aus ihrer Bindung. Das Feld schiebt sie in eine bestimmte Richtung – und diese gerichtete Bewegung ist elektrischer Strom.
Es gibt keinen Verschleiß durch Bewegung, keine Verbrennung, keine Geräusche. Deshalb geben Hersteller 20 bis 30 Jahre Leistungsgarantie.
Die Bauteile
Module. Mehrere Zellen unter Glas, verschaltet und wetterfest gekapselt.
Wechselrichter. Das Herzstück. Er wandelt Gleichstrom in Wechselstrom mit 230 Volt und 50 Hertz um und regelt die Anlage so, dass sie stets im optimalen Punkt arbeitet.
Zähler. Ein Zweirichtungszähler erfasst Bezug und Einspeisung getrennt.
Speicher (optional). Eine Batterie, die Überschüsse für den Abend aufhebt.
Was eine Anlage liefert
In Deutschland rechnet man mit etwa 900 bis 1.100 Kilowattstunden pro Kilowatt installierter Leistung und Jahr. Im Süden liegt der Wert höher als im Norden.
Entscheidend sind Ausrichtung und Neigung: Süden mit rund 30 Grad ist optimal. Ost-West-Anlagen liefern etwas weniger, dafür gleichmäßiger über den Tag – was für den Eigenverbrauch günstig sein kann.
Verschattung ist der größte Ertragskiller. Schon ein Schornstein oder ein Baum kann einen ganzen Strang lahmlegen, wenn die Anlage nicht entsprechend verschaltet ist.
Warum Eigenverbrauch zählt
Die Einspeisevergütung liegt deutlich unter dem Strompreis. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart also mehr, als eine eingespeiste einbringt.
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typischerweise bei 25 bis 35 Prozent, mit Speicher bei 60 bis 80 Prozent. Ob sich ein Speicher rechnet, hängt vom Preis und vom Verbrauchsprofil ab.
Häufige Fragen
Funktioniert sie bei bewölktem Himmel?
Ja, mit geringerem Ertrag. Diffuses Licht reicht aus, an trüben Tagen sind es etwa 10 bis 30 Prozent der Spitzenleistung.
Was passiert bei Stromausfall?
Standardanlagen schalten sich ab – aus Sicherheitsgründen, damit niemand am Netz arbeitet, während eingespeist wird. Notstromfähigkeit muss eigens vorgesehen werden.
Wie lange hält eine Anlage?
Module 25 bis 30 Jahre mit langsam sinkender Leistung. Der Wechselrichter muss meist nach 10 bis 15 Jahren getauscht werden.
Muss man sie anmelden?
Ja, beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.
Quellen
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:






