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Kurz gesagt: Ein Kühlschrank erzeugt keine Kälte. Er transportiert Wärme aus dem Innenraum nach außen – mit einem Kältemittel, das im Inneren verdampft und außen wieder verflüssigt wird. Deshalb wird das Gitter auf der Rückseite warm.
Kälte ist nichts Eigenes, sondern nur das Fehlen von Wärme. Wer kühlen will, muss Wärme wegschaffen.
Der Kreislauf
1. Verdampfen. Im Inneren des Kühlschranks liegt der Verdampfer. Dort ist der Druck niedrig, das Kältemittel siedet schon bei Temperaturen weit unter null Grad. Zum Verdampfen braucht es Energie – die entzieht es der Umgebung, also den Lebensmitteln und der Luft im Schrank.
2. Verdichten. Der Kompressor – das brummende Teil – saugt das Gas an und presst es zusammen. Dabei steigt die Temperatur deutlich über die Raumtemperatur.
3. Verflüssigen. Das heiße Gas läuft durch das schwarze Gitter auf der Rückseite. Dort gibt es Wärme an die Raumluft ab und wird wieder flüssig.
4. Entspannen. Ein Drosselventil senkt den Druck, das Kältemittel kühlt stark ab – und der Kreislauf beginnt von vorn.
Eine Wärmepumpe macht genau dasselbe, nur mit umgekehrtem Nutzen: Sie holt Wärme herein statt hinaus.
Warum die Rückseite Platz braucht
Das Gitter kann Wärme nur abgeben, wenn Luft daran vorbeiströmt. Steht der Kühlschrank zu dicht an der Wand oder ist das Gitter verstaubt, staut sich die Wärme – der Kompressor läuft länger und verbraucht mehr Strom.
Fünf bis zehn Zentimeter Abstand und gelegentliches Abstauben sind die einfachsten Stromsparmaßnahmen.
Warum der Standort zählt
Je wärmer die Umgebung, desto schwerer wird die Wärmeabgabe. Ein Kühlschrank neben dem Herd oder in der Sonne arbeitet dauerhaft gegen sich selbst.
Umgekehrt gilt: In einem sehr kalten Raum, etwa einer ungeheizten Garage, kann er ebenfalls Probleme bekommen – die Elektronik ist auf einen Temperaturbereich ausgelegt.
Was der Sterne-Aufdruck bedeutet
Im Gefrierfach steht die Zahl der Sterne für die erreichbare Temperatur: ein Stern für minus 6 Grad, zwei für minus 12, drei für minus 18, vier für minus 18 mit Einfrierfunktion.
Für längeres Einfrieren sind vier Sterne nötig. Bei minus 6 Grad hält Tiefkühlware nur wenige Tage.
Häufige Fragen
Welche Temperatur ist richtig?
Sieben Grad im mittleren Fach gelten als Richtwert. Jedes Grad kälter kostet rund sechs Prozent mehr Strom.
Warum brummt der Kühlschrank?
Das ist der Kompressor. Er läuft nicht dauerhaft, sondern schaltet sich ein, wenn die Temperatur steigt.
Kann man ihn direkt nach dem Transport anschließen?
Besser einige Stunden warten. Beim Liegendtransport kann Öl in die Leitungen laufen; es braucht Zeit, um zurückzufließen.
Was ist No-Frost?
Ein Verfahren, bei dem Feuchtigkeit gezielt an einer kalten Stelle abgeschieden und abgetaut wird. Das Gefrierfach vereist dadurch nicht, der Verbrauch ist etwas höher.
Quellen
Das passt dazu
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