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Kurz gesagt: Die Kupferspirale wird in die Gebärmutter eingesetzt und gibt dort laufend Kupferionen ab. Diese machen Spermien bewegungsunfähig und verändern die Gebärmutterschleimhaut so, dass sich eine Eizelle nicht einnisten kann. Sie wirkt ohne Hormone und je nach Modell drei bis zehn Jahre.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Wirkung
Kupferionen wirken toxisch auf Spermien: Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit gehen verloren, bevor die Eizelle erreicht wird.
Zusätzlich löst der Fremdkörper eine milde, örtlich begrenzte Entzündungsreaktion in der Gebärmutterschleimhaut aus. Diese Reaktion ist nicht schädlich, aber sie macht die Schleimhaut für eine Einnistung ungeeignet.
Der Eisprung findet weiterhin statt. Der Zyklus bleibt der eigene — das ist der wesentliche Unterschied zu hormonellen Methoden.
Das Einsetzen
Meist während der Regelblutung, weil der Muttermund dann leicht geöffnet ist. Die Lage wird per Ultraschall kontrolliert.
Der Vorgang dauert wenige Minuten und wird als kurzer, kräftiger Krampf beschrieben. Ein Schmerzmittel vorab ist üblich, eine örtliche Betäubung möglich.
Danach wird die Lage nach einigen Wochen und dann regelmäßig kontrolliert. Die Rückholfäden lassen sich selbst ertasten.
Die Sicherheit
Der Pearl-Index liegt bei etwa 0,3 bis 0,8 — das heißt, von 100 Frauen, die ein Jahr lang so verhüten, werden weniger als eine schwanger. Damit gehört die Methode zu den sichersten.
Ein Anwendungsfehler ist praktisch ausgeschlossen: Es gibt nichts zu vergessen.
Die Nebenwirkungen
Häufig sind stärkere und längere Regelblutungen sowie mehr Regelschmerzen, besonders in den ersten Monaten. Bei ohnehin starker Blutung kann das zum Eisenmangel führen.
Seltener sind Ausstoßung der Spirale, Verrutschen und Entzündungen. Eine Perforation der Gebärmutterwand beim Einsetzen ist selten.
Für wen sie passt
Für alle, die hormonfrei verhüten wollen oder Hormone nicht vertragen — auch beim Stillen. Sie eignet sich ebenfalls für Frauen, die noch keine Kinder geboren haben; es gibt dafür kleinere Modelle.
Nicht geeignet bei ohnehin sehr starken Blutungen, bei Fehlbildungen der Gebärmutter, bei akuten Unterleibsentzündungen und bei einer Kupferallergie.
Die Rückkehr zur Fruchtbarkeit
Sofort nach dem Entfernen. Eine Verzögerung wie bei manchen hormonellen Methoden gibt es nicht.
Was die Kupferionen bewirken
Aus dem Kupferdraht lösen sich fortlaufend Kupferionen und verteilen sich in der Gebärmutterhöhle. Sie beeinträchtigen die Beweglichkeit und Überlebensfähigkeit der Spermien, sodass es meist nicht zur Befruchtung kommt. Zusätzlich verändert sich die Gebärmutterschleimhaut.
Ein hormoneller Eingriff findet nicht statt, der Zyklus bleibt unverändert. Der Eisprung tritt weiterhin ein. Genau das unterscheidet die Methode von hormonellen Verhütungsmitteln.
Die Menge des abgegebenen Kupfers ist sehr gering und wirkt örtlich. Eine Belastung des gesamten Körpers ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten. Bei bekannter Kupferallergie ist die Methode ausgeschlossen.
Wie sicher sie ist
Zur Einordnung dient der Pearl-Index, der angibt, wie viele von hundert Frauen innerhalb eines Jahres trotz Anwendung schwanger werden. Für die Kupferspirale liegt er im Bereich weniger Zehntel bis knapp unter eins. Damit gehört sie zu den sicheren Methoden.
Ein Vorteil gegenüber der Pille ist, dass keine tägliche Einnahme nötig ist und Anwendungsfehler entfallen. Genau diese sind bei der Pille der Hauptgrund für ungewollte Schwangerschaften. Der Unterschied zwischen theoretischer und praktischer Sicherheit ist dort erheblich.
Vor Geschlechtskrankheiten schützt die Spirale nicht. Dafür ist ein Kondom nötig. Beide lassen sich kombinieren.
Was beim Einsetzen zu erwarten ist
Das Einsetzen dauert wenige Minuten und erfolgt meist während oder kurz nach der Regelblutung. Viele empfinden dabei krampfartige Schmerzen. Über Schmerzlinderung sollte vorher gesprochen werden, etwa über örtliche Betäubung oder Schmerzmittel.
Nach dem Einsetzen wird die Lage per Ultraschall kontrolliert, meist nach vier bis sechs Wochen und danach jährlich. Die Rückholfäden lassen sich selbst ertasten. Fehlen sie plötzlich, ist eine Kontrolle angezeigt.
Häufige Nebenwirkungen sind stärkere und längere Blutungen sowie stärkere Regelschmerzen, besonders in den ersten Monaten. Bei manchen bleibt das dauerhaft. Diese Angaben stehen in den Fachinformationen.
Was sie kostet und wie lange sie liegt
Je nach Modell beträgt die Liegedauer fünf bis zehn Jahre. Die Kosten für Spirale, Einsetzen und Kontrollen liegen insgesamt im mittleren dreistelligen Bereich. Für Frauen unter zweiundzwanzig übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten verschreibungspflichtiger Verhütungsmittel.
Umgerechnet auf die Liegedauer ist die Methode eine der günstigsten. Der Betrag fällt allerdings auf einmal an. Einige Kommunen bezuschussen Verhütung bei geringem Einkommen.
Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Welche Methode geeignet ist, hängt von Vorerkrankungen, Blutungsstärke und Kinderwunsch ab. Unabhängig informieren die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und pro familia.
Die Kupferkette als Alternative
Neben der klassischen T-förmigen Spirale gibt es die Kupferkette, bei der Kupferröhrchen auf einem Faden sitzen, der in der Gebärmutterwand verankert wird. Sie ist kleiner und beweglicher, was bei kleiner Gebärmutter von Vorteil sein kann. Das Wirkprinzip ist dasselbe.
Auch der Kupferball ist erhältlich, der sich im Inneren zu einer Kugel formt. Alle drei Bauarten geben Kupferionen ab. Unterschiede liegen in Größe, Verankerung und Liegedauer.
Welche Form geeignet ist, hängt von Anatomie und Vorgeschichte ab. Die Entscheidung trifft die frauenärztliche Praxis nach Untersuchung. Ein Ultraschall gehört dazu.
Wie sie wieder entfernt wird
Entfernt wird sie in der Praxis durch Zug an den Rückholfäden, meist in wenigen Sekunden. Danach ist die Fruchtbarkeit sofort wieder vorhanden. Eine Wartezeit gibt es nicht.
Lassen sich die Fäden nicht ertasten, wird die Lage per Ultraschall geprüft. In seltenen Fällen ist ein kleiner Eingriff nötig. Die Praxis klärt das im Einzelfall.
Wo man weiterliest
Verlässlich sind Quellen, die ihre Angaben belegen, datieren und Fehler sichtbar korrigieren. Dazu zählen Fachgesellschaften, Behörden, Hochschulen und Archive etablierter Medien. Der Zugriff ist meist kostenfrei.
Automatisch erzeugte Seiten erkennt man an fehlenden Quellen und gleichförmigem Aufbau. Wer eine Angabe zurückverfolgt, findet dort meist nichts. Ein Vergleich mehrerer Quellen deckt Widersprüche schnell auf.
Häufige Fragen
Enthält die Spirale Hormone?
Nein.
Wie lange wirkt sie?
Je nach Modell drei bis zehn Jahre.
Tut das Einsetzen weh?
Es verursacht einen kurzen kräftigen Krampf.
Kann man sie ohne Geburt tragen?
Ja, es gibt kleinere Modelle.






