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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die Temperatur auf der Sonne hängt von der Schicht ab. Die sichtbare Oberfläche misst rund 5500 Grad Celsius (5778 Kelvin), der Kern etwa 15 Millionen Grad. Die äußere Atmosphäre, die Korona, erreicht sogar mehrere Millionen Grad.
Kurzantwort: Auf der Sonnenoberfläche herrschen etwa 5500 Grad Celsius. Im Kern sind es rund 15 Millionen Kelvin, in der Korona einige Millionen Kelvin.
Das Wichtigste in Kürze
- Oberfläche: rund 5778 Kelvin, etwa 5505 Grad Celsius
- Kern: etwa 15 Millionen Kelvin
- Korona: einige Millionen Kelvin
- Sonnenflecken: bis zu 1500 Kelvin kühler als die Umgebung
Temperatur auf der Sonne im Überblick
Die Sonne ist ein Gasball aus Plasma. Eine feste Oberfläche wie auf der Erde gibt es nicht. Deshalb spricht die Astronomie von Schichten, die jeweils eigene Temperaturen haben. Die Werte reichen von einigen tausend bis zu Millionen Kelvin.
Kelvin ist die Einheit, die Fachleute verwenden. Ein Kelvin entspricht in der Schrittweite einem Grad Celsius. Der Nullpunkt liegt jedoch bei minus 273,15 Grad Celsius. Für die Umrechnung genügt es, diese Zahl abzuziehen.
| Schicht | Temperatur in Kelvin | Ungefähr in Grad Celsius |
|---|---|---|
| Kern | rund 15,6 Millionen | rund 15,6 Millionen |
| Photosphäre (Oberfläche) | 5778 | 5505 |
| Sonnenflecken | gut 4000 bis 4300 | etwa 3700 bis 4000 |
| Korona | einige Millionen | einige Millionen |
Wie heiß ist die Sonnenoberfläche?
Als Sonnenoberfläche gilt die Photosphäre. Sie ist nur wenige hundert Kilometer dick. Die NASA nennt für diese Schicht rund 5500 Grad Celsius. Die Wikipedia führt eine effektive Strahlungstemperatur von 5778 Kelvin an.
Diese Temperatur bestimmt die Farbe des Sonnenlichts. Bei 5800 Kelvin liegt das Maximum der Strahlung im sichtbaren Bereich. Die Sonne strahlt deshalb weißlich. Erst die Atmosphäre der Erde färbt sie bei tiefem Stand gelb bis rot.
Kerntemperatur der Sonne: Wo die Fusion läuft
Im Zentrum steigt die Temperatur auf etwa 15 Millionen Kelvin. Die Wikipedia nennt 15,6 Millionen. Der Druck ist dort gewaltig, die Dichte liegt bei rund 150 Gramm pro Kubikzentimeter. Das ist etwa das 13-Fache von Blei.
Unter diesen Bedingungen verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium. Die Fusion setzt eine Leistung von rund 3,9 mal 10 hoch 26 Watt frei. Gut 99 Prozent davon entstehen in der dichten, heißen Kernzone.
Kurzantwort: Der Kern der Sonne ist etwa 15 Millionen Kelvin heiß. Nur dort sind Druck und Hitze hoch genug für die Kernfusion.
Warum die Korona heißer ist als die Oberfläche
Über der Photosphäre liegt die Chromosphäre, darüber die Korona. Man würde erwarten, dass es nach außen kühler wird. Tatsächlich steigt die Temperatur in der Korona auf einige Millionen Kelvin. Innerhalb weniger hundert Höhenkilometer wächst sie um etwa eine Million Kelvin.
Dieses Rätsel beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Hinweise deuten auf Nanoflares hin. Das sind winzige Eruptionen, die millionenfach pro Sekunde auftreten und bis zu zehn Millionen Kelvin erreichen. Die Korona ist allerdings extrem dünn. Ihre Teilchen tragen daher wenig Wärme. Ein Raumschiff würde in ihr nicht schmelzen wie im Backofen.
Sichtbar wird die Korona mit bloßem Auge nur bei einer totalen Sonnenfinsternis. Sonst braucht es Koronografen oder Satelliten. Einen Überblick über die Schichten gibt der Wikipedia-Artikel zur Sonnenkorona.
Sonnenflecken: Kühler, aber nicht kalt
Auf der Photosphäre erscheinen dunkle Bereiche. Sie hängen mit starken Magnetfeldern zusammen. Ihre Temperatur liegt um bis zu 1500 Kelvin unter der Umgebung. Das genügt für den Eindruck von Dunkelheit.
Würde man einen Sonnenfleck allein an den Himmel setzen, leuchtete er hell. Er wirkt nur im Vergleich zur strahlenderen Umgebung dunkel. Die Zahl der Flecken schwankt in einem Zyklus von rund elf Jahren.
Vergleich: Sonnentemperatur und Alltag auf der Erde
Zum Einordnen helfen Vergleiche. Eine Gasflamme, etwa im Feuerzeug, erreicht nur rund 1000 bis 1500 Grad Celsius. Details dazu liefert der Beitrag Feuerzeug-Temperatur. Die Sonnenoberfläche ist damit mehr als dreimal so heiß.
Die Sonne ist mit einem Durchmesser von etwa 1,4 Millionen Kilometern rund 110-mal so groß wie die Erde. Der mittlere Abstand zur Erde beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Trotz dieser Entfernung bestimmt ihre Strahlung das Klima. Ein Teil der Energie kommt als Licht an, das Pflanzen nutzen. Die Sonnenblume ist dafür ein bekanntes Beispiel, mehr dazu steht unter Sonnenblume Bedeutung.
Weitere Himmelskörper des Sonnensystems beschreibt der Beitrag zum Planeten mit den meisten Monden.
Wie messen Forschende die Sonnentemperatur?
Ein Thermometer passt nicht in die Sonne. Man misst deshalb das Licht. Aus dem Spektrum und der Strahlungsleistung lässt sich die effektive Temperatur berechnen. Die Farbtemperatur liegt bei etwa 5800 Kelvin.
Die Temperatur im Inneren folgt aus Modellen der Sonnenphysik. Diese Modelle prüft die Forschung mit Neutrinos, die im Kern entstehen und die Sonne ungehindert verlassen. Die Korona untersuchen Sonden wie die Parker Solar Probe. Sie fliegt sehr nah an die Sonne heran.
Kurzantwort: Die Temperatur der Sonne wird aus dem Licht und aus Modellen abgeleitet. Sonden messen zusätzlich in der äußeren Atmosphäre.
Sonnentemperatur umrechnen: Kelvin, Celsius, Fahrenheit
Für Celsius zieht man von Kelvin 273,15 ab. Für Fahrenheit rechnet man Celsius mal 1,8 plus 32. Die Oberfläche mit 5505 Grad Celsius entspricht demnach etwa 9941 Grad Fahrenheit. Die NASA rundet dies auf 10.000 Grad Fahrenheit.
Bei Millionen Grad spielt der Unterschied zwischen Kelvin und Celsius keine Rolle mehr. Die 273 Grad Differenz fallen dann kaum ins Gewicht. Deshalb schreiben viele Quellen für Kern und Korona beide Einheiten gleichwertig.
Mehr Zahlen aus dem Umfeld der Erde liefert der Beitrag Mond Umfang. Auch das Sternbild Schwan gehört zu den bekannten Objekten am Nachthimmel.
Fazit
Die Temperatur auf der Sonne ist keine einzelne Zahl. Die Oberfläche misst rund 5500 Grad Celsius, der Kern etwa 15 Millionen Kelvin und die Korona einige Millionen Kelvin. Sonnenflecken sind kühler, bleiben aber sehr heiß. Wer eine Zahl braucht, nimmt meist die effektive Oberflächentemperatur von 5778 Kelvin.
FAQ – Häufige Fragen
Wie heiß ist die Sonne an der Oberfläche?
Die sichtbare Oberfläche, die Photosphäre, hat eine effektive Temperatur von rund 5778 Kelvin. Das entspricht etwa 5500 Grad Celsius.
Wie heiß ist der Kern der Sonne?
Im Kern herrschen rund 15 Millionen Kelvin. Nur bei dieser Hitze und diesem Druck verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium.
Warum ist die Korona heißer als die Oberfläche?
Die Ursache ist noch nicht abschließend geklärt. Als Kandidaten gelten Nanoflares und magnetische Wellen, die Energie in die dünne Korona tragen.
Wie viel Grad Celsius sind 5778 Kelvin?
Zur Umrechnung zieht man 273,15 ab. 5778 Kelvin sind demnach etwa 5505 Grad Celsius.
Sind Sonnenflecken kalt?
Sie sind kühler als ihre Umgebung, aber mit gut 4000 Kelvin immer noch sehr heiß. Sie erscheinen nur im Kontrast dunkel.
Wie warm ist es auf der Erde durch die Sonne?
Die Erde erreicht nur einen Bruchteil der Strahlung. Die globale Mitteltemperatur liegt bei etwa 15 Grad Celsius, gestützt durch den natürlichen Treibhauseffekt.
Kann man die Sonnentemperatur direkt messen?
Nein. Forschende leiten sie aus dem Spektrum des Lichts ab. Sonden wie die Parker Solar Probe messen die Korona zusätzlich vor Ort.
Wird die Sonne heißer?
Ja, sehr langsam. Ihre Leuchtkraft steigt über Milliarden Jahre an. In Menschenzeiträumen bleibt sie praktisch konstant.
Welche Farbe hat die Sonne bei dieser Temperatur?
Die Farbtemperatur von etwa 5800 Kelvin liegt im Bereich weißen Lichts. Gelb wirkt sie durch die Erdatmosphäre.
Sind andere Sterne heißer?
Ja. Blaue Riesen erreichen über 30.000 Kelvin. Rote Zwerge liegen dagegen oft unter 3500 Kelvin.
Quellen

Ariane erklärt Technik so, wie sie es ihrer Mutter am Küchentisch erklären würde. Kurz, ohne Fachwörter, mit Beispiel.






