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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Der Sauerstoffgehalt der Luft liegt bei rund 20,9 Volumenprozent, genauer bei 20,942 Prozent in trockener Luft. Den größten Teil macht Stickstoff mit gut 78 Prozent aus, dazu kommen knapp ein Prozent Argon und etwa 0,04 Prozent Kohlendioxid. Dieser Anteil ist weltweit und bis in große Höhen nahezu gleich. In den Bergen sinkt nur der Luftdruck und damit die Menge Sauerstoff pro Atemzug.
Das Wichtigste in Kürze
- Sauerstoffanteil der Luft: 20,9 Volumenprozent.
- Nach Masse sind es rund 23 Prozent.
- Unter 17 Prozent lässt die Leistungsfähigkeit spürbar nach.
- Bei etwa 10 Prozent droht Bewusstlosigkeit ohne Vorwarnung.
Sauerstoffgehalt der Luft: die Zahlen
Luft ist ein Gemisch aus mehreren Gasen. Für trockene Luft auf Meereshöhe gelten diese Anteile:
| Gas | Anteil in Volumenprozent |
|---|---|
| Stickstoff | 78,084 |
| Sauerstoff | 20,942 |
| Argon | 0,934 |
| Kohlendioxid | ca. 0,04 |
| Neon, Helium, Methan und andere | unter 0,003 |
Dazu kommt Wasserdampf. Sein Anteil schwankt stark, von etwa 0,1 Prozent an den Polen bis zu 3 Prozent in den Tropen. Rechnet man nach Gewicht statt nach Volumen, macht Sauerstoff etwa 23 Prozent der Luftmasse aus. Ein Kubikmeter Luft wiegt unter Normalbedingungen rund 1,29 Kilogramm.
Kurzantwort: Luft enthält rund 21 Prozent Sauerstoff. Genauer sind es 20,9 Volumenprozent in trockener Luft.
Woher der Sauerstoff kommt
Die frühe Erdatmosphäre enthielt kaum freien Sauerstoff. Erst Cyanobakterien begannen, per Photosynthese Sauerstoff aus Wasser freizusetzen. Vor rund 2,4 Milliarden Jahren reicherte er sich in der Luft an. Fachleute nennen diesen Umbruch die Große Sauerstoffkatastrophe.
Heute liefern Pflanzen an Land und Algen im Meer den Nachschub. Der Anteil in der Luft bleibt dabei sehr stabil. Tiere, Menschen, Feuer und Zersetzung verbrauchen etwa so viel, wie Pflanzen und Algen nachliefern.
Sauerstoff in der Höhe
Viele glauben, auf einem hohen Berg gebe es weniger Sauerstoff in der Luft. Der prozentuale Anteil bleibt tatsächlich bei knapp 21 Prozent. Mit der Höhe sinkt aber der Luftdruck. Jeder Atemzug enthält dann weniger Sauerstoffmoleküle.
| Höhe | Luftdruck im Vergleich zum Meer |
|---|---|
| 0 Meter | 100 Prozent |
| ca. 2.000 Meter | rund 80 Prozent |
| ca. 5.500 Meter | rund 50 Prozent |
| 8.849 Meter, Mount Everest | rund ein Drittel |
Flugzeugkabinen halten deshalb einen Druck, der etwa 1.800 bis 2.400 Metern Höhe entspricht. Wer oft fliegt, kennt die leichte Müdigkeit an Bord. Tipps rund ums Reisen gibt der Beitrag zur Wasserflasche im Handgepäck.
Ab wann Sauerstoffmangel gefährlich wird
Im Arbeitsschutz gilt Luft mit weniger als 20,9 Prozent Sauerstoff bereits als sauerstoffreduziert. Die Berufsgenossenschaften beschreiben die Folgen so:
| Sauerstoff in Vol.-% | Wirkung |
|---|---|
| 20,9 | Normale Atemluft. |
| unter 17 | Körperliche und geistige Leistung lässt zunehmend nach. |
| ca. 10 | Bewusstlosigkeit ohne Vorwarnung. |
| 6 bis 8 | Tod durch Ersticken nach wenigen Minuten. |
Das Tückische: Sauerstoffmangel spürt man kaum. Schwindel, Kopfschmerz und Benommenheit halten viele für normales Unwohlsein. Gefährlich sind vor allem Gärkeller, Silos, Brunnenschächte und Räume, in denen Gase wie Stickstoff oder Kohlendioxid austreten können. In einem Notfall hilft Wissen zur Beatmungsmaske in der Ersten Hilfe.
Kurzantwort: Unter 17 Prozent Sauerstoff sinkt die Leistungsfähigkeit. Bei etwa 10 Prozent droht Bewusstlosigkeit, unter 8 Prozent Lebensgefahr.
Zu viel Sauerstoff ist ebenfalls riskant
Auch ein Überschuss birgt Gefahren. Schon wenige Prozent mehr Sauerstoff lassen Stoffe deutlich heftiger brennen. Kleidung, Fett und Öl können sich dann leichter entzünden. Deshalb gelten beim Umgang mit Sauerstoffflaschen strenge Regeln. Fett und Öl dürfen nicht an Ventile gelangen, und in der Nähe ist Rauchen tabu.
In der Medizin bekommen Menschen mit Lungenerkrankungen gezielt Sauerstoff über eine Nasenbrille. Die Dosis legt immer eine Ärztin oder ein Arzt fest. Gesunde Menschen profitieren von zusätzlichem Sauerstoff kaum. Ihr Blut ist mit normaler Atemluft bereits zu etwa 95 bis 99 Prozent gesättigt.
Ein- und Ausatemluft im Vergleich
Die Lunge nimmt bei jedem Atemzug nur einen Teil des Sauerstoffs auf. Ausgeatmete Luft enthält noch etwa 16 Prozent Sauerstoff und rund 4 Prozent Kohlendioxid. Deshalb funktioniert die Mund-zu-Mund-Beatmung. Auch Freitaucher nutzen diese Reserve, wie der Beitrag zum Luftanhalten zeigt.
Sauerstoff im Wohnraum
In geschlossenen Räumen sinkt der Sauerstoffgehalt kaum. Ein Mensch müsste sehr lange in einem luftdichten Raum sitzen, bis es gefährlich wird. Viel früher steigt der Kohlendioxidgehalt. Ab etwa 1.000 ppm CO2 fühlt sich die Luft stickig an, die Konzentration sinkt. Das Umweltbundesamt stuft Werte unter 1.000 ppm als hygienisch unbedenklich ein. Über 2.000 ppm gilt die Raumluft als inakzeptabel. Regelmäßiges Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten senkt den Wert schnell. Eine Wärmepumpe mit Lüftungsanlage kann dabei helfen, wie der Artikel zur Luftwärmepumpe erklärt.
Fazit
Luft enthält 20,9 Prozent Sauerstoff, 78 Prozent Stickstoff und knapp ein Prozent Argon. Der Anteil bleibt überall gleich, nur der Druck nimmt mit der Höhe ab. Gefährlich wird es erst unter 17 Prozent, etwa in Silos oder Kellern mit ausströmenden Gasen. Im Alltag ist CO2 das größere Thema, und dagegen hilft Lüften.
FAQ – Häufige Fragen
Wie viel Prozent Sauerstoff hat die Luft?
Trockene Luft enthält 20,942 Volumenprozent Sauerstoff, also rund 21 Prozent.
Wie viel Stickstoff ist in der Luft?
Rund 78 Prozent. Stickstoff ist damit das häufigste Gas der Atmosphäre.
Wie viel Sauerstoff enthält ausgeatmete Luft?
Etwa 16 Prozent. Dazu kommen rund 4 Prozent Kohlendioxid.
Gibt es auf Bergen weniger Sauerstoff?
Der Anteil bleibt gleich. Weil der Luftdruck sinkt, enthält jeder Atemzug aber weniger Sauerstoff.
Ab wie viel Prozent Sauerstoff wird es gefährlich?
Unter 17 Prozent sinkt die Leistung. Bei etwa 10 Prozent droht Bewusstlosigkeit.
Wie viel Sauerstoff ist in der Luft nach Gewicht?
Nach Masse sind es rund 23 Prozent.
Woher stammt der Sauerstoff der Luft?
Aus der Photosynthese von Cyanobakterien, Algen und Pflanzen.
Wird der Sauerstoff in einem geschlossenen Raum knapp?
Kaum. Vorher steigt das Kohlendioxid und macht die Luft stickig.
Wie viel CO2 ist in der Luft?
Etwa 0,04 Prozent, das sind gut 400 ppm. Der Wert steigt seit Beginn der Industrialisierung.
Was ist die Große Sauerstoffkatastrophe?
Die Anreicherung von Sauerstoff in der Atmosphäre vor rund 2,4 Milliarden Jahren durch Cyanobakterien.
Quellen

Nico probiert Apps und Geräte aus, bevor er sie empfiehlt, und schreibt über Tastenkürzel, Einstellungen und Abkürzungen im Alltag.


