Wie groß ist eine Wühlmaus? Zahlen und Fakten im Überblick

Veröffentlicht am 27.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Eine Wühlmaus wird je nach Art zwischen 8 und 23 Zentimetern lang, dazu kommt ein Schwanz von 3 bis 14 Zentimetern. Die kleinste heimische Art ist die Feldmaus, die größte die Schermaus, die auch als Große Wühlmaus bekannt ist. Der Begriff Wühlmaus fasst mehrere Arten zusammen, die sich in Größe, Gewicht und Lebensweise deutlich unterscheiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Körperlänge je nach Art: 8 bis 23 Zentimeter
  • Gewicht: 20 Gramm bei der Feldmaus bis über 300 Gramm bei der Schermaus
  • Größte Art: die Schermaus, auch Große Wühlmaus genannt
  • Kräftige, gelbliche Nagezähne und ein gedrungener Körperbau sind typisch

Wie groß ist eine Wühlmaus im Vergleich der Arten?

Unter dem Namen Wühlmaus verstecken sich in Deutschland mehrere Arten mit sehr unterschiedlicher Größe. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Maße im Überblick.

Art Körperlänge Schwanzlänge
Feldmaus 8 bis 12 cm 3 bis 4 cm
Erdmaus 10 bis 13 cm 3 bis 4 cm
Rötelmaus rund 10 cm rund 5,5 cm
Schermaus (Große Wühlmaus) 12 bis 23 cm 7 bis 14 cm

Die Schermaus: die größte heimische Wühlmausart

Die Schermaus, auch Große Wühlmaus oder Ostschermaus genannt, ist nach der eingebürgerten Bisamratte die zweitgrößte Wühlmausart Europas. Landbewohnende Tiere bringen es auf eine Kopf-Rumpf-Länge von 13 bis 16,5 Zentimetern und ein Gewicht zwischen 65 und 130 Gramm. Wasserbewohnende Populationen werden noch größer und schwerer, sie erreichen bis zu 24 Zentimeter Körperlänge und ein Gewicht von 130 bis 320 Gramm. Ihr Fell ist lang, dicht und glänzend, meist dunkelbraun bis schwärzlich gefärbt.

Kurzantwort: Die größte heimische Wühlmausart ist die Schermaus mit bis zu 23 Zentimetern Körperlänge und bis zu 320 Gramm Gewicht.

Feldmaus und Erdmaus: die kleineren Verwandten

Feldmaus und Erdmaus bleiben deutlich kleiner als die Schermaus. Die Feldmaus wird höchstens 12 Zentimeter lang und trägt einen kurzen Schwanz von nur 3 bis 4 Zentimetern. Ihr Fell ist glatt, dicht und graubraun gefärbt. Die Erdmaus ähnelt ihr in der Größe, hat aber ein raueres, dunkelbraunes Fell und bevorzugt feuchte, stark bewachsene Standorte. Beide Arten wiegen ausgewachsen meist zwischen 20 und 40 Gramm.

Woran erkennt man eine Wühlmaus optisch?

Wühlmäuse haben im Vergleich zur Hausmaus einen gedrungeneren Körperbau mit einem breiteren Kopf. Die Augen und Ohren wirken kleiner und ragen kaum aus dem Fell heraus. Charakteristisch sind die kräftigen, gelblichen Nagezähne, mit denen die Tiere Wurzeln und Knollen durchtrennen. Der Schwanz ist bei den meisten Arten deutlich kürzer als bei der Hausmaus und macht selten mehr als die Hälfte der Körperlänge aus.

Wühlmaus oder Feldmaus: wo liegt der Unterschied?

Im Garten werden Wühlmaus und Feldmaus häufig verwechselt, obwohl sie sich in Lebensweise und Schadbild klar unterscheiden. Die Schermaus gräbt ein ausgedehntes, unterirdisches Gangsystem und verschließt geöffnete Gänge innerhalb weniger Stunden sorgfältig mit lockerer Erde. Sie frisst vor allem unterirdische Pflanzenteile wie Wurzeln, Knollen und Blumenzwiebeln und kann dadurch erhebliche Schäden im Garten anrichten. Die Feldmaus bevorzugt dagegen oberirdische Wege und lässt ihre Gänge meist offen. Sie ernährt sich von Gras, Kräutern, Sämereien und Getreide.

Kurzantwort: Die Schermaus frisst Wurzeln unterirdisch und verschließt ihre Gänge, die Feldmaus bevorzugt oberirdische Pflanzenteile und offene Wege.

Lebensraum und Verbreitung der Wühlmäuse

Wühlmäuse besiedeln in Deutschland Wiesen, Felder, Gärten und feuchte Uferzonen. Die Schermaus bevorzugt feuchte Wiesen in Gewässernähe, während die Feldmaus trockenere Kulturflächen und Äcker besiedelt. Rötelmaus und Erdmaus leben eher in Wäldern mit dichter Bodenvegetation. Alle Arten gelten als sehr anpassungsfähig und vermehren sich bei gutem Nahrungsangebot rasant, in guten Jahren kann eine Wühlmauspopulation innerhalb weniger Monate stark anwachsen.

Wie unterscheidet man Wühlmaus und Maulwurf?

Im Garten werden Wühlmaus und Maulwurf oft verwechselt, obwohl beide Tiere kaum verwandt sind. Der Maulwurf ist ein reiner Fleischfresser und ernährt sich von Regenwürmern und Insektenlarven, sein Erdhügel liegt meist mittig über dem Gang. Die Wühlmaus dagegen frisst Pflanzen und schiebt ihre Erde seitlich versetzt aus dem Gang, sodass der Hügel schräg neben dem Eingang liegt. Wer im Beet abgefressene Wurzeln findet, hat es fast immer mit einer Wühlmaus zu tun, nicht mit einem Maulwurf.

Fazit

Eine Wühlmaus wird je nach Art 8 bis 23 Zentimeter lang, das Gewicht reicht von rund 20 Gramm bei der Feldmaus bis über 300 Gramm bei der Schermaus. Wer die Größe und das Schadbild richtig einordnet, kann Wühlmaus und Feldmaus im eigenen Garten leichter unterscheiden und passende Maßnahmen ergreifen.

FAQ – Häufige Fragen

Wie groß wird eine Wühlmaus im Durchschnitt?

Je nach Art misst eine Wühlmaus zwischen 8 und 23 Zentimetern Körperlänge, dazu kommt ein Schwanz von 3 bis 14 Zentimetern.

Welche Wühlmausart wird am größten?

Die Schermaus, auch Große Wühlmaus genannt, ist mit bis zu 23 Zentimetern die größte heimische Art.

Wie schwer wird eine Wühlmaus?

Das Gewicht reicht von rund 20 Gramm bei der Feldmaus bis zu 320 Gramm bei großen, wasserbewohnenden Schermäusen.

Wie unterscheidet man Wühlmaus und Feldmaus?

Die Schermaus verschließt ihre unterirdischen Gänge und frisst Wurzeln, die Feldmaus lässt Gänge offen und frisst oberirdische Pflanzenteile.

Wo lebt die Schermaus bevorzugt?

Die Schermaus bevorzugt feuchte Wiesen und Uferzonen in der Nähe von Gewässern.

Welche Farbe hat das Fell einer Wühlmaus?

Die meisten Arten haben ein braunes bis dunkelbraunes Fell, bei der Schermaus kann es fast schwarz erscheinen.

Wie erkennt man Wühlmausgänge im Garten?

Typisch sind ovale Erdhaufen seitlich vom Gangeingang und abgeschnittene Wurzeln an welkenden Pflanzen.

Ist die Wühlmaus mit der Hausmaus verwandt?

Nein, Wühlmäuse gehören zu einer eigenen Unterfamilie und unterscheiden sich durch einen gedrungeneren Körper und kürzeren Schwanz von der Hausmaus.

Wie viele Junge bekommt eine Wühlmaus im Jahr?

Bei gutem Nahrungsangebot bekommen Wühlmäuse mehrmals im Jahr Nachwuchs und können sich dadurch sehr schnell vermehren.

Sind Wühlmäuse für Gärten schädlich?

Die Schermaus kann durch das Anfressen von Wurzeln erhebliche Schäden an Pflanzen und Bäumen verursachen, andere Wühlmausarten schaden Gärten deutlich weniger.

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Quellen

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