Wie groß ist ein Marder? Größe, Gewicht und Lebenserwartung

Veröffentlicht am 26.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Ein Marder ist ohne Schwanz etwa 40 bis 58 Zentimeter lang. Dazu kommt ein buschiger Schwanz von 16 bis 30 Zentimetern. Der Steinmarder, den die meisten Menschen im Garten oder unter der Motorhaube antreffen, wiegt meist 1 bis 2 Kilogramm. In freier Wildbahn wird er im Schnitt nur drei Jahre alt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kopf-Rumpf-Länge: rund 40 bis 58 cm je nach Art und Geschlecht.
  • Schwanz: 16 bis 30 cm, also gut die Hälfte der Körperlänge.
  • Gewicht: meist 1 bis 2 kg, Männchen sind schwerer als Weibchen.
  • Lebenserwartung: im Freiland meist 3 Jahre, in Gefangenschaft bis 18 Jahre.

Wie groß ist ein Marder genau?

In Deutschland leben zwei echte Marderarten: der Steinmarder (Martes foina) und der Baummarder (Martes martes). Beide haben einen schlanken, langgestreckten Körper auf kurzen Beinen. Diese Form hilft ihnen, durch sehr enge Spalten zu schlüpfen.

Der Deutsche Jagdverband nennt für den Steinmarder eine Kopf-Rumpf-Länge von 40 bis 52 Zentimetern bei Männchen. Weibchen messen 37 bis 48 Zentimeter. Der Baummarder fällt etwas länger aus. Für ihn gibt die Fachliteratur 45 bis 58 Zentimeter an.

Merkmal Steinmarder Baummarder
Kopf-Rumpf-Länge 37–52 cm 45–58 cm
Schwanzlänge ca. 20–30 cm 16–28 cm
Gewicht Männchen 1,0–2,0 kg 1,0–2,4 kg
Gewicht Weibchen 0,7–1,7 kg 0,7–1,4 kg
Kehlfleck weiß, nach unten gegabelt gelblich bis cremefarben, unten rund

Wie viel wiegt ein Marder?

Marder sind erstaunlich leicht. Ein ausgewachsener Steinmarder bringt etwa so viel auf die Waage wie eine Packung Mehl und ein Liter Milch zusammen. Männchen wiegen laut Jagdverband 1.000 bis 2.000 Gramm. Weibchen liegen bei 700 bis 1.700 Gramm.

Das Gewicht schwankt im Jahresverlauf. Im Herbst fressen sich die Tiere Reserven an. Im späten Winter sind sie oft leichter. Beim Baummarder reicht die Spanne bei großen Männchen bis 2,4 Kilogramm.

Kurzantwort: Ein Steinmarder ist mit Schwanz etwa 60 bis 80 Zentimeter lang und wiegt 1 bis 2 Kilogramm. Er ist damit länger, aber deutlich leichter als eine Hauskatze.

Marder im Größenvergleich

Viele Menschen verwechseln einen Marder beim ersten Blick mit einer Katze. Der Körperbau verrät ihn aber schnell. Der Marder ist flacher, länger und läuft mit gebogenem Rücken. Seine Beine wirken im Verhältnis kurz.

  • Hauskatze: kompakter und meist deutlich schwerer, mit kürzerem Schwanz im Verhältnis zum Körper.
  • Iltis: etwas kleiner als der Steinmarder, mit dunkler Gesichtsmaske.
  • Wiesel: viel kleiner und leichter als jeder Marder.
  • Waschbär: deutlich größer und massiger, mit geringeltem Schwanz.

Wer im Garten ein kleineres Tier sieht, kann mit dem Beitrag Marder oder Wiesel im Garten die Merkmale abgleichen.

Steinmarder oder Baummarder: So lässt sich die Art erkennen

Das sicherste Merkmal ist der Kehlfleck. Beim Steinmarder ist er weiß und läuft nach unten in zwei Zipfel aus. Diese Zipfel reichen oft bis auf die Vorderbeine. Beim Baummarder ist der Fleck gelblich bis cremefarben und endet unten rund.

Auch der Lebensraum hilft. Der Steinmarder lebt gern in der Nähe von Menschen. Er nutzt Dachböden, Scheunen und Garagen. Der Baummarder bleibt lieber im Wald und klettert viel. In Städten und Dörfern handelt es sich daher fast immer um einen Steinmarder.

Wie alt wird ein Marder?

Die Lebenserwartung eines Marders ist kurz. Für den Steinmarder liegt sie in freier Wildbahn im Schnitt bei drei Jahren. Das Höchstalter im Freiland beträgt etwa zehn Jahre. In Gefangenschaft erreichen Steinmarder bis zu 18 Jahre.

Beim Baummarder sieht es ähnlich aus. Die meisten Tiere sterben vor ihrem zehnten Lebensjahr. Einzelne Tiere wurden bis zu 16 Jahre alt.

Kurzantwort: Ein Marder wird in der Natur meist nur 3 Jahre alt. Das Höchstalter liegt im Freiland bei etwa 10 Jahren, in Gefangenschaft bei bis zu 18 Jahren.

Wachstum: Wie groß sind junge Marder?

Die Paarung findet im Sommer statt, laut Jagdverband zwischen Mitte Juni und Ende Juli. Danach ruht der Keim mehrere Monate. Die eigentliche Tragzeit dauert nur etwa einen Monat. Die Jungen kommen deshalb erst im März oder April zur Welt.

Ein Wurf umfasst 2 bis 5 Junge. Sie sind bei der Geburt blind und winzig. Nach etwa einem Monat öffnen sie die Augen. Nach zwei Monaten sind sie entwöhnt. Im Herbst ziehen sie als fast ausgewachsene Tiere los und suchen ein eigenes Revier. Das erklärt, warum im Frühjahr und Herbst oft neue Marder in Häusern auftauchen.

Warum die Größe im Alltag zählt

Die schlanke Form macht den Marder zum Meister der engen Wege. Er passt durch Lücken unter Dachziegeln und durch Kabelschächte. Deshalb richtet er in Dämmung und Zwischendecken oft Schaden an. Wer Geräusche über der Decke hört, findet Hinweise im Beitrag Marder in der Zwischendecke.

Ein Blick auf die Uhrzeit hilft ebenfalls. Marder sind vor allem nachts unterwegs. Wann genau, erklärt der Artikel Wann ist der Marder aktiv.

Fazit

Ein Marder ist ohne Schwanz 40 bis 58 Zentimeter lang und wiegt meist 1 bis 2 Kilogramm. Der Steinmarder ist im Siedlungsraum die häufigste Art und am weißen, gegabelten Kehlfleck zu erkennen. Sein Leben ist kurz. Im Freiland wird er im Schnitt nur drei Jahre alt.

FAQ – Häufige Fragen

Wie groß ist ein Marder mit Schwanz?

Mit Schwanz misst ein Steinmarder etwa 60 bis 80 Zentimeter. Beim Baummarder sind es je nach Tier 60 bis gut 85 Zentimeter.

Wie schwer ist ein Steinmarder?

Männchen wiegen 1 bis 2 Kilogramm, Weibchen 0,7 bis 1,7 Kilogramm.

Ist ein Marder größer als eine Katze?

Ein Marder ist ähnlich lang, aber viel schlanker und leichter. Eine Hauskatze wirkt kompakter und schwerer.

Wie alt wird ein Marder in freier Natur?

Im Schnitt drei Jahre. Das Höchstalter im Freiland liegt bei etwa zehn Jahren.

Wie alt kann ein Marder in Gefangenschaft werden?

Steinmarder erreichen in Gefangenschaft bis zu 18 Jahre.

Wie groß ist ein Baummarder?

Der Baummarder misst 45 bis 58 Zentimeter ohne Schwanz. Der Schwanz ist 16 bis 28 Zentimeter lang.

Woran erkennt man einen Steinmarder?

Am weißen Kehlfleck, der nach unten in zwei Zipfel ausläuft. Das Fell ist graubraun.

Durch welche Öffnung passt ein Marder?

Durch sehr schmale Lücken, etwa unter Dachziegeln oder an Kabelschächten. Der schlanke Körper und der biegsame Rücken machen das möglich.

Wann bekommen Marder Junge?

Die Jungen kommen im März oder April zur Welt. Ein Wurf hat 2 bis 5 Junge.

Sind Männchen größer als Weibchen?

Ja. Männchen sind länger und oft mehrere Hundert Gramm schwerer als Weibchen.

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Quellen

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