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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Pinguine leben in Grönland nicht. Die flugunfähigen Seevögel kommen ausschließlich auf der Südhalbkugel vor, Grönland liegt weit im Norden. Grönländische Bilder mit „Pinguinen“ zeigen meist Trottellummen, Tordalken oder Papageitaucher. Auch der ausgestorbene Riesenalk trug einst den Namen Pinguin.
Kurzantwort: Es gibt keine wild lebenden Pinguine in Grönland. Sie brüten nur im Süden der Erde, etwa in der Antarktis, in Südafrika und in Südamerika.
Das Wichtigste in Kürze
- Pinguine sind eine Gruppe von Seevögeln der Südhalbkugel.
- Grönland liegt in der Arktis und beherbergt keine Pinguine.
- Der Riesenalk hieß früher „Pinguin“ und starb um 1844 aus.
- Ähnliche Vögel in Grönland sind Lummen, Tordalke und Papageitaucher.
Gibt es Pinguine in Grönland?
Die Antwort ist eindeutig. Laut Wikipedia gilt als unbestritten, dass die Pinguine auf der Südhalbkugel entstanden sind. Kein einziges Fossil wurde nördlich des Äquators gefunden. Auf der Nordhalbkugel leben Pinguine nur in Zoos. Eine Ausnahme bildet ein Teil der Population des Galápagos-Pinguins. Er lebt auf der Insel Isabela, die genau am Äquator liegt.
Grönland liegt dagegen zwischen dem Nordatlantik und dem Arktischen Ozean. Die Insel misst rund 2,17 Millionen Quadratkilometer und zählt laut Wikipedia 56.740 Einwohner (Stand Januar 2026). Der größte Teil der Fläche liegt unter dem Inlandeis. Für Pinguine gab und gibt es dort keinen natürlichen Lebensraum.
Warum leben Pinguine nur im Süden der Erde?
Die frühesten Pinguin-Fossilien stammen aus dem Paläozän vor etwa 61 bis 58 Millionen Jahren. Sie wurden der Gattung Waimanu zugeordnet und stammen aus Neuseeland. Forscher vermuten, dass die Vögel im Süden entstanden. Warme Meeresströmungen am Äquator wirkten später wie eine Barriere. Die Tiere konnten die Tropen nicht durchqueren und blieben im Süden.
Die meisten Arten leben zwischen dem 45. und dem 60. Grad südlicher Breite. Die größten Bestände gibt es rund um die Antarktis und auf nahen Inseln. Brutplätze finden sich auch in Südafrika, in Australien und Neuseeland, auf den Falklandinseln und an der Westküste Südamerikas. Tropische Gebiete erreichen nur Arten, die kaltes Wasser vorfinden, etwa durch den Humboldt-Strom.
Welche Tiere werden in Grönland für Pinguine gehalten?
Schwarz-weiße Vögel mit aufrechter Haltung wirken schnell wie Pinguine. In Grönland gibt es mehrere solche Arten. Sie sind mit den Pinguinen aber nicht näher verwandt. Sie können fliegen und gehören zur Familie der Alkenvögel.
- Trottellumme: brütet an den Vogelfelsen und steht häufig aufrecht in dichten Reihen.
- Dickschnabellumme: sehr ähnlich, lebt ebenfalls in großen Kolonien.
- Tordalk: schwarz-weißer Vogel mit kräftigem Schnabel, bildet kleinere Kolonien.
- Papageitaucher: bunter Schnabel, brütet laut Wikipedia auch auf Grönland.
- Krabbentaucher: kleiner Alkenvogel, der in Grönland eine große Rolle spielt.
Laut Wikipedia zählt Grönland rund 235 Vogelarten, von denen etwa 60 dort brüten. Die meisten sind Zugvögel. Wer mehr über die Tierwelt des Nordens lesen will, findet bei den Eisbären einen guten Einstieg.
Was hat der Riesenalk mit Pinguinen zu tun?
Das Wort „Pinguin“ stammt aus dem Englischen. „Penguin“ bezeichnete ursprünglich den Riesenalk, einen flugunfähigen Seevogel des Nordatlantiks. Erst später übertrugen Seefahrer den Namen auf die äußerlich ähnlichen Vögel der Südhalbkugel. Beide Gruppen sind nicht näher verwandt.
Der Riesenalk war bis zu 85 Zentimeter groß und wog etwa fünf Kilogramm. Er war der größte Alkenvogel. Knochenfunde gibt es unter anderem aus dem Westen Grönlands, aus Island und von der Küste Norwegens. Ein Balg aus Grönland liegt heute in einem Kopenhagener Museum. Er stammt von einem Tier, das dort als Brutvogel erlegt wurde. Die genaue Fangstelle kennt niemand.
Den Bestand zerstörten Seefahrer, Walfänger und Sammler. Im Juni 1844 sollen die letzten beiden brütenden Tiere auf der Insel Eldey vor Island getötet worden sein. Seitdem gilt die Art als ausgestorben.
Kurzantwort: Der Riesenalk lebte im Nordatlantik und war der erste „Pinguin“. Er starb um 1844 aus. Die heutigen Pinguine des Südens sind nicht mit ihm verwandt.
Pinguine in der Arktis und Antarktis im Vergleich
Viele Menschen verwechseln die beiden Polargebiete. Die Unterschiede erklären, warum Pinguine und Eisbären sich nie begegnen. Manche Fähigkeiten der Polartiere zeigen sich auch bei anderen Tieren, etwa bei den Tiere mit besonderen Fähigkeiten.
| Merkmal | Arktis (mit Grönland) | Antarktis |
|---|---|---|
| Art des Gebiets | Meer mit Eis, umgeben von Land | Kontinent, umgeben von Meer |
| Pinguine | keine | mehrere Arten |
| Eisbären | ja | nein |
| Typische Vögel | Lummen, Papageitaucher, Eissturmvogel | Kaiser-, Adélie- und Eselspinguin |
Pinguine in Grönland im Zoo oder auf Fotos
Manchmal tauchen Bilder von Pinguinen vor grönländischer Kulisse auf. Meist handelt es sich um Fotomontagen oder um Aufnahmen aus der Antarktis mit falscher Bildunterschrift. Auch Tierparks im Norden halten Pinguine. Diese Tiere leben dort in speziellen Anlagen. In der freien Natur des Nordens gibt es sie nicht.
Wie groß werden Pinguine?
Die Bandbreite ist groß. Der Zwergpinguin erreicht 30 bis 45 Zentimeter und wiegt ein bis eineinhalb Kilogramm. Der Kaiserpinguin wird bis zu 1,20 Meter groß und bis zu 40 Kilogramm schwer. Er gehört damit zu den größten Vögeln seiner Gruppe.
Fazit
Pinguine und Grönland passen geografisch nicht zusammen. Die Vögel gehören zur Südhalbkugel, Grönland zur Arktis. Wer dort schwarz-weiße Vögel sieht, beobachtet meist Lummen, Tordalke oder Papageitaucher. Nur der ausgestorbene Riesenalk verband einst beide Welten, denn er gab den Pinguinen ihren Namen.
FAQ – Häufige Fragen
Gibt es Pinguine in Grönland?
Nein. Wild lebende Pinguine kommen nur auf der Südhalbkugel vor. Grönland liegt in der Arktis.
Warum gibt es keine Pinguine in der Arktis?
Die Vögel entstanden im Süden. Warme Meeresströmungen am Äquator blockierten den Weg nach Norden.
Welche Vögel sehen in Grönland wie Pinguine aus?
Trottellummen, Dickschnabellummen, Tordalke und Papageitaucher wirken wegen ihres schwarz-weißen Gefieders ähnlich.
Können Pinguine aus Grönland fliegen?
Pinguine fliegen nie. Die Vögel im Norden mit ähnlichem Aussehen gehören zu den Alkenvögeln und fliegen sehr gut.
Was war der ursprüngliche Pinguin?
Der Riesenalk des Nordatlantiks. Er war flugunfähig und wurde im 19. Jahrhundert ausgerottet.
Wann starb der Riesenalk aus?
Die letzten beiden brütenden Tiere wurden laut Wikipedia im Juni 1844 vor Island getötet.
Lebte der Riesenalk in Grönland?
Knochenfunde gibt es aus dem Westen Grönlands. Ein Balg aus Grönland liegt in einem Museum in Kopenhagen.
Wo leben Pinguine wirklich?
Vor allem rund um die Antarktis, auf Inseln der Südhalbkugel und an den Küsten von Südafrika und Südamerika.
Leben Eisbären und Pinguine zusammen?
Nein. Eisbären leben in der Arktis, Pinguine im Süden. Beide begegnen sich in der Natur nie.
Gibt es Pinguine auf der Nordhalbkugel?
Nur in Zoos und beim Galápagos-Pinguin, dessen Population zum Teil auf der Äquator-Insel Isabela lebt.
Quellen

Ariane erklärt Technik so, wie sie es ihrer Mutter am Küchentisch erklären würde. Kurz, ohne Fachwörter, mit Beispiel.






