Größter Stör der Welt: Beluga-Stör im Überblick

Veröffentlicht am 27.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Der größte Stör der Welt ist der Europäische Hausen, auch Beluga-Stör genannt, mit dokumentierten Längen von bis zu sechs Metern und einem Gewicht von rund einer Tonne. Er lebt im Schwarzen und Kaspischen Meer und gilt heute als vom Aussterben bedroht. Historische Berichte aus dem 19. Jahrhundert nennen sogar noch größere Tiere, deren Angaben aber als unsicher gelten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Größte Störart der Welt: Europäischer Hausen (Huso huso), auch Beluga-Stör genannt
  • Dokumentiertes Maximum: bis zu 2.072 Kilogramm laut Fischdatenbank FishBase
  • Lebensraum: Schwarzes Meer, Kaspisches Meer und deren große Zuflüsse
  • Status: vom Aussterben bedroht, Fang weltweit verboten oder stark eingeschränkt

Welcher Stör ist der größte der Welt?

Unter allen rund 27 Störarten weltweit hält der Europäische Hausen den Größenrekord. Ausgewachsene Tiere erreichen normalerweise eine Länge zwischen 185 und 250 Zentimetern, das absolute Maximum liegt Berichten zufolge bei fünf bis sechs Metern und etwa einer Tonne Gewicht. Die Fischdatenbank FishBase führt ein dokumentiertes Höchstgewicht von 2.072 Kilogramm. Historische Quellen aus dem 19. Jahrhundert beschreiben sogar Tiere mit acht Metern Länge und über drei Tonnen Gewicht, diese Angaben gelten unter Fachleuten aber als unsicher und wenig belastbar.

Kurzantwort: Der Europäische Hausen ist mit bis zu sechs Metern Länge und rund einer Tonne Gewicht der größte Stör der Welt.

Aussehen und Körperbau

Der Körper des Beluga-Störs wirkt lang und schlank, trotz der enormen Größe. Statt Schuppen trägt der Fisch Reihen von Knochenplatten am Rücken, an den Flanken und am Bauch, ein typisches Merkmal aller Störe. Der Rücken schimmert dunkelgrau bis bräunlich, die Flanken sind heller gefärbt. Auffällig ist das unterständige, vorstülpbare Maul, mit dem der Fisch Beutetiere direkt vom Gewässergrund aufsaugt. Die Schwanzflosse ist asymmetrisch aufgebaut, der obere Flossenlappen fällt deutlich länger aus als der untere.

Wie alle Störe besitzt der Beluga-Stör keine Zähne. Stattdessen saugt er kleinere Beutetiere mit dem vorstülpbaren Maul direkt vom Gewässergrund oder aus dem freien Wasser ein und verschlingt sie im Ganzen. Vier empfindliche Barteln vor dem Maul helfen ihm dabei, Beute im trüben Wasser aufzuspüren, noch bevor er sie sehen kann.

Merkmal Wert
Typische Länge (geschlechtsreif) 185–250 cm
Maximale Länge (dokumentiert) bis zu 6 m
Maximales Gewicht (FishBase) 2.072 kg
Maximales Alter rund 100 Jahre

Lebensraum und Wanderverhalten

Der Europäische Hausen lebt vor allem im Schwarzen Meer und im Kaspischen Meer sowie in deren großen Zuflüssen. Historisch kam die Art auch in der nördlichen Adria vor und wanderte zur Fortpflanzung donauaufwärts bis nach Österreich und Deutschland. Als anadromer Fisch verbringt er den Großteil seines Lebens im Meer, zieht zum Laichen aber in Süßwasserflüsse. Zum Fressen taucht er oft in Tiefen von mehr als 170 Metern und jagt dort vor allem andere Fische wie Heringsartige und Grundeln, ergänzt durch Weichtiere und Krebstiere.

Kurzantwort: Der Beluga-Stör lebt im Schwarzen und Kaspischen Meer, wandert zum Laichen aber in große Flüsse wie die Donau.

Wie alt werden Beluga-Störe?

Störe zählen zu den langlebigsten Fischen überhaupt. Beim Europäischen Hausen wurde ein rund vier Meter großes Exemplar auf ein Alter von etwa 100 Jahren geschätzt. Die Geschlechtsreife tritt vergleichsweise spät ein, bei Männchen zwischen 10 und 16 Jahren, bei Weibchen sogar erst zwischen 14 und 20 Jahren. Diese lange Zeit bis zur Fortpflanzung macht die Art besonders anfällig für Überfischung, weil sich verlorene Bestände nur sehr langsam erholen können.

Warum der Beluga-Stör vom Aussterben bedroht ist

Die internationale Naturschutzunion IUCN stuft den Europäischen Hausen als vom Aussterben bedroht ein. Die Bestände sind über die vergangenen drei Generationen um rund 90 Prozent eingebrochen. Hauptgründe sind jahrzehntelange Überfischung wegen des begehrten Kaviars sowie der Verlust von Laichgründen durch Staudämme an Donau, Wolga und anderen Flüssen. Heute ist der Fang in fast allen Ländern verboten oder nur mit besonderer Genehmigung für wissenschaftliche Zwecke erlaubt. Zuchtprogramme in mehreren Ländern versuchen, die Art durch Nachzucht und Wiederansiedlung zu erhalten.

Andere große Störarten im Vergleich

Neben dem Europäischen Hausen zählen weitere Störarten zu den Riesen unter den Süßwasser- und Wanderfischen. Der Weißstör aus nordamerikanischen Flüssen erreicht Längen von bis zu sechs Metern und ähnelt damit den größten Exemplaren des Beluga-Störs. Der Sibirische Stör und der Sternhausen bleiben mit ein bis zwei Metern deutlich kleiner. Trotz der Konkurrenz gilt der Europäische Hausen aufgrund der am besten dokumentierten Gewichtsrekorde weiterhin als schwerste Störart der Welt.

Fazit

Der Europäische Hausen, auch Beluga-Stör genannt, ist mit bis zu sechs Metern Länge und rund einer Tonne Gewicht der größte Stör der Welt. Er lebt im Schwarzen und Kaspischen Meer, wird bis zu 100 Jahre alt und zählt heute zu den am stärksten gefährdeten Fischarten. Überfischung und der Verlust von Laichgründen haben seinen Bestand drastisch reduziert.

FAQ – Häufige Fragen

Welcher Stör ist der größte der Welt?

Der Europäische Hausen, auch Beluga-Stör genannt, mit dokumentierten Längen von bis zu sechs Metern.

Wie schwer wird der größte Stör?

Das dokumentierte Höchstgewicht liegt bei 2.072 Kilogramm, historische Berichte nennen unsichere Werte von über drei Tonnen.

Wo lebt der Beluga-Stör?

Vor allem im Schwarzen Meer und im Kaspischen Meer sowie in deren großen Zuflüssen.

Wie alt kann ein Beluga-Stör werden?

Bis zu etwa 100 Jahre, wie an einem vier Meter großen Exemplar festgestellt wurde.

Wovon ernährt sich der Beluga-Stör?

Vor allem von anderen Fischen wie Heringsartigen und Grundeln, ergänzt durch Weichtiere und Krebstiere.

Ist der Beluga-Stör vom Aussterben bedroht?

Ja, die IUCN stuft ihn als vom Aussterben bedroht ein, die Bestände sind stark zurückgegangen.

Wurde der Beluga-Stör früher auch in deutschen Flüssen gesichtet?

Ja, historisch wanderte er zur Fortpflanzung donauaufwärts bis nach Österreich und Deutschland.

Woran erkennt man einen Stör äußerlich?

An den Knochenplatten statt Schuppen, dem unterständigen Maul und der asymmetrischen Schwanzflosse.

Warum wird der Beluga-Stör gejagt?

Vor allem wegen seines Rogens, der als Kaviar gilt und historisch sehr begehrt war.

Darf man Beluga-Stör heute noch fangen?

Der Fang ist in fast allen Ländern verboten oder nur mit Sondergenehmigung für die Forschung erlaubt.

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Quellen

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