Wie funktioniert ein CT? Ablauf, Strahlung und Kontrastmittel

Kurz gesagt: Ein Computertomograf macht viele Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln, aus denen ein Computer Schnittbilder berechnet. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Die Strahlenbelastung ist deutlich höher als bei einem einfachen Röntgenbild – deshalb wird sie nur bei klarer Fragestellung eingesetzt.

Der Unterschied zum Röntgen ist nicht die Strahlung, sondern die Rechenleistung dahinter.

Das Prinzip

Eine Röntgenröhre rotiert um den Körper, gegenüber sitzen Detektoren. Bei jeder Position wird gemessen, wie stark das Gewebe die Strahlung abschwächt.

Aus tausenden solcher Messungen berechnet ein Computer Querschnittsbilder – daher der Name Tomografie, aus dem Griechischen für „Schnitt“.

Moderne Geräte fahren den Tisch dabei kontinuierlich durch die Öffnung; die Röhre beschreibt eine Spirale um den Körper.

Der Ablauf

Man liegt auf einem Tisch, der durch eine ringförmige Öffnung fährt. Anders als beim MRT ist diese Öffnung kurz und weit – Enge ist selten ein Problem.

Die eigentliche Aufnahme dauert oft nur Sekunden. Man wird gebeten, kurz die Luft anzuhalten, damit die Bilder scharf werden.

Das Gerät ist deutlich leiser als ein MRT. Man ist während der Untersuchung über Sprechanlage in Kontakt.

Kontrastmittel

Für viele Fragestellungen wird jodhaltiges Kontrastmittel in die Vene gegeben. Es macht Gefäße und gut durchblutete Bereiche sichtbar.

Typisch ist ein kurzes Wärmegefühl im ganzen Körper und manchmal ein metallischer Geschmack – beides normal.

Vorher werden Nierenfunktion, Schilddrüse und bekannte Allergien abgefragt. Bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Schilddrüsenüberfunktion ist besondere Vorsicht nötig.

Die Strahlenbelastung

Ein CT bedeutet eine wesentlich höhere Dosis als ein einfaches Röntgenbild – je nach Region um ein Vielfaches. Zum Vergleich wird oft die natürliche Strahlenbelastung herangezogen, der jeder Mensch pro Jahr ausgesetzt ist.

Deshalb gilt die rechtfertigende Indikation: Ein CT wird nur durchgeführt, wenn der erwartete Nutzen das Risiko überwiegt und keine strahlungsfreie Alternative ausreicht.

Bei Kindern und in der Schwangerschaft wird besonders streng abgewogen.

CT oder MRT

CT ist schnell und stark bei Knochen, Blutungen, Lunge und in Notfällen.

MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlen und ist besser bei Weichteilen, Gehirn, Bändern und Knorpel – dauert aber länger und ist lauter.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein CT?

Meist 5 bis 15 Minuten einschließlich Vorbereitung.

Muss man nüchtern sein?

Bei Untersuchungen mit Kontrastmittel häufig ja – die Praxis gibt Anweisung.

Ist ein CT schmerzhaft?

Nein. Unangenehm ist allenfalls der Zugang für das Kontrastmittel.

Wie oft darf man ein CT machen?

Es gibt keine feste Obergrenze; jede Untersuchung muss einzeln gerechtfertigt sein.

Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.

Quellen

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