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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Der Mondfisch ist mit bis zu 3,30 Metern Länge und mehr als zwei Tonnen Gewicht einer der größten Knochenfische der Welt. Ein durchschnittliches erwachsenes Tier misst rund 1,8 Meter und wiegt zwischen 250 und 1.000 Kilogramm. Den Gewichtsrekord von 2.744 Kilogramm hält ein Südlicher Mondfisch, der 2021 bei den Azoren gefunden wurde.
Kurzantwort: Ein ausgewachsener Mondfisch wird etwa 1,8 Meter lang und wiegt 250 bis 1.000 Kilogramm. Die Rekordwerte liegen bei 3,30 Metern Länge und 2.744 Kilogramm Gewicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Typische Länge: rund 1,8 Meter, Flossen zu Flossen etwa 2,5 Meter
- Typisches Gewicht: 250 bis 1.000 Kilogramm
- Rekord: 2.744 Kilogramm (Mola alexandrini, Azoren)
- Vorkommen: offenes Meer, im Herbst auch in der Nordsee
Mondfisch Größe: die wichtigsten Zahlen
Der Mondfisch (Mola mola) gehört zur Ordnung der Kugelfischartigen. Sein Körper ist kurz, hoch und seitlich abgeflacht. Er wirkt wie ein großer Kopf ohne Rumpf. Die Höhe entspricht ungefähr der Länge, wenn Rücken- und Afterflosse ausgestreckt sind. Das sind etwa 1,75 bis 1,80 Meter.
Wikipedia nennt für die Art eine Maximallänge von 3,30 Metern und eine Masse von 2,3 Tonnen. Die Familie der Mondfische kann laut derselben Quelle bis zu 3,5 Meter lang werden. Die meisten Tiere bleiben deutlich kleiner.
| Merkmal | Typischer Wert | Rekord |
|---|---|---|
| Körperlänge | ca. 1,8 m | 3,30 m |
| Länge Flosse zu Flosse | ca. 2,5 m | bis ca. 3,2 m Höhe |
| Gewicht | 247 bis 1.000 kg | 2.300 kg (Mola mola) |
Wie schwer wird ein Mondfisch? Der Gewichtsrekord
Lange galt ein 2006 in Neuseeland gestrandetes Tier als Maß aller Dinge. Es war 3,3 Meter lang und wog 2.300 Kilogramm. 2021 fanden Forschende bei den Azoren einen noch schwereren Fisch. Er brachte 2.744 Kilogramm auf die Waage. Die Studie erschien 2022 im „Journal of Fish Biology“.
Das Tier gehörte allerdings zur Art Mola alexandrini, dem Südlichen Mondfisch. Der gewöhnliche Mola mola war früher fälschlich als schwerster Knochenfisch geführt worden. Heute gilt der Südliche Mondfisch als Rekordhalter.
Kurzantwort: Der schwerste dokumentierte Mondfisch wog 2.744 Kilogramm. Es war ein Südlicher Mondfisch aus dem Nordatlantik bei den Azoren.
Vom Winzling zum Riesen: Wachstum der Mondfische
Ein Weibchen legt pro Laichvorgang bis zu 300 Millionen Eier. Das ist die höchste Zahl aller Fischarten. Die Eier messen nur einen Millimeter. Die Larven sind beim Schlüpfen etwa drei Millimeter lang und haben noch eine normale Schwanzflosse. Fünf lange Stacheln schützen sie vor Fressfeinden.
Danach wachsen die Tiere rasant. Ein junger Mondfisch im Monterey Bay Aquarium legte in 15 Monaten von 26 auf 399 Kilogramm zu. Er erreichte fast 1,8 Meter Höhe. Eine Genanalyse von 2016 fand Erbanlagen im Wachstumshormon-Signalweg, die das schnelle Größenwachstum erklären könnten.
Die Lebenserwartung ist noch nicht sicher bekannt. Im Aquarium wurden bis zu zehn Jahre erreicht. Der Rekordhalter „Kukey“ lebte im japanischen Kamogawa Sea World rund acht Jahre. Er wuchs dort von 72 auf 187 Zentimeter.
Körperbau: warum der Mondfisch so ungewöhnlich aussieht
Eine typische Schwanzflosse fehlt. An ihrer Stelle sitzt ein gewellter Hautsaum, der Clavus. Diese Form heißt gephyrocerk und kommt bei Knochenfischen nur bei Mondfischen vor. Rücken- und Afterflosse sitzen weit hinten und treiben den Fisch an. Sie schlagen gleichzeitig zur Seite, ähnlich wie Pinguinflügel unter Wasser.
Die Haut ist lederartig und bis zu 7,5 Zentimeter dick. Das Skelett besteht bei erwachsenen Tieren fast nur aus Knorpel. Eine Schwimmblase fehlt. Die Zähne sind zu einem papageienartigen Schnabel verwachsen. Das Maul ist klein und steht meist offen.
Mondfisch im Vergleich mit anderen Riesen
Der Mondfisch ist schwer, aber nicht der längste Fisch. Der Europäische Hausen und der Riemenfisch werden deutlich länger. Wer sich für Superlative im Tierreich interessiert, findet weitere Beispiele im Beitrag zum größten Stör der Welt. Einen Überblick über Rekordhalter aller Art bietet der Artikel über das größte Lebewesen der Welt.
Verbreitung: Mondfische im Meer und in der Nordsee
Mondfische leben im offenen Ozean und tauchen bis in etwa 500 Meter Tiefe. Man findet sie in tropischen und gemäßigten Meeren weltweit. Im östlichen Atlantik reicht ihr Gebiet von Skandinavien bis Südafrika. Im Mittelmeer kommen sie ebenfalls vor. Im Herbst tauchen sie häufig in der Nordsee auf.
Oft treiben sie seitlich an der Oberfläche. Dieses „Sonnenbaden“ hilft vermutlich beim Aufwärmen nach Tauchgängen in kaltes Wasser. Eine andere Theorie sieht darin eine Einladung an Putzerfische und Seevögel, die Parasiten entfernen.
Ernährung: was ein Mondfisch frisst
Lange galt der Mondfisch als reiner Quallenfresser. Genanalysen zeigen ein anderes Bild. Er jagt als Allesfresser kleine Fische, Fischlarven, Tintenfische, Krebse und weiche Wirbellose. Quallen und Salpen machen nur etwa 15 Prozent seiner Nahrung aus. Er jagt in verschiedenen Tiefen. Er frisst am Boden, in der Tiefe und nahe der Oberfläche.
Gefährdung und Gefahren für den Mondfisch
Die Weltnaturschutzunion stuft Mola mola als „gefährdet“ ein. Mondfische landen häufig als Beifang in Netzen. In manchen Regionen gelten sie als Schädling, weil sie Köder stehlen. Fischer trennen ihnen dann teils die Flossen ab. Die Tiere sterben daran, weil sie ohne Flossen nicht mehr schwimmen können.
Eine weitere Gefahr ist Plastikmüll. Treibende Tüten sehen aus wie Quallen. Verschluckte Tüten können den Magen verstopfen. In der EU ist der Handel mit Mondfischen stark eingeschränkt. Zusätzlich kann das Gewebe das Gift Tetrodotoxin enthalten.
Für Menschen ist der scheue Fisch harmlos. Wer die gefährlichsten Fische der Welt sucht, wird beim Mondfisch nicht fündig. Auch in der Ostsee und Nordsee gehört er nicht zu den Tieren aus der Liste der gefährlichen Fische der Ostsee.
Fazit
Der Mondfisch beeindruckt durch Masse, nicht durch Länge. Typisch sind 1,8 Meter und mehrere hundert Kilogramm. Die Extremwerte von 3,30 Metern und 2,7 Tonnen zeigen, wie stark die Art wachsen kann. Für den Rekord ist strenggenommen der Südliche Mondfisch verantwortlich. Gefährdet ist der sanfte Riese vor allem durch Beifang und Plastik.
FAQ – Häufige Fragen
Wie groß wird ein Mondfisch?
Der Mondfisch erreicht laut Wikipedia bis zu 3,30 Meter Länge. Ausgewachsene Tiere messen meist etwa 1,8 Meter von der Schnauze bis zum Flossensaum.
Wie schwer wird ein Mondfisch?
Typisch sind 250 bis 1.000 Kilogramm. Der Rekord liegt bei 2.744 Kilogramm für ein Tier der Art Mola alexandrini.
Ist der Mondfisch der schwerste Knochenfisch?
Ja, wenn man die Gattung meint. Den Gewichtsrekord hält aber der Südliche Mondfisch, nicht der gewöhnliche Mola mola.
Hat der Mondfisch eine Schwanzflosse?
Nein. Ein Hautsaum namens Clavus schließt den Körper ab.
Wie schnell wächst ein Mondfisch?
Ein junges Tier im Monterey Bay Aquarium legte in 15 Monaten von 26 auf 399 Kilogramm zu. Im Meer dürfte das Wachstum ähnlich rasant verlaufen.
Wie alt wird ein Mondfisch?
In Gefangenschaft wurden bis zu zehn Jahre dokumentiert. Für die Wildnis gehen Schätzungen von rund 2 bis 23 Jahren bei Weibchen aus.
Wovon ernährt sich der Mondfisch?
Er frisst Quallen, aber auch kleine Fische, Tintenfische, Krebse und Plankton. Quallen machen laut Genanalysen nur etwa 15 Prozent der Nahrung aus.
Ist der Mondfisch für Menschen gefährlich?
Angriffe auf Menschen sind nicht bekannt. Der Fisch ist scheu und hat einen kleinen Schnabelmund. Kollisionen mit Booten sind selten.
Gibt es Mondfische in der Nordsee?
Ja. Vor allem im Herbst tauchen Mondfische in der Nordsee auf und schwimmen bis in Skagerrak und Kattegat.
Darf man Mondfisch essen?
In der EU ist der Handel stark eingeschränkt. Grund sind die Gefährdung der Art und mögliches Tetrodotoxin im Gewebe.
Quellen

Ariane erklärt Technik so, wie sie es ihrer Mutter am Küchentisch erklären würde. Kurz, ohne Fachwörter, mit Beispiel.






