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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Libellen können nicht stechen. Sie haben keinen Stachel, keinen Giftapparat und keine Mundwerkzeuge, die durch Menschenhaut dringen. Der Irrglaube hält sich seit Jahrhunderten, obwohl die Tiere für Menschen völlig harmlos sind.
Kurzantwort: Nein, Libellen stechen nicht. Sie sind ungiftig und greifen Menschen von sich aus nie an. Ein Zwicken gibt es höchstens, wenn man eine Libelle festhält.
Das Wichtigste in Kürze
- Libellen besitzen keinen Giftstachel und sind ungiftig.
- Gefangene Tiere können zwicken, das tut kaum weh.
- Der Hinterleib dient der Paarung und der Eiablage.
- Stiche am Wasser stammen meist von Mücken, Bremsen oder Wespen.
Können Libellen Menschen stechen?
Die Antwort ist eindeutig. Laut Wikipedia sind Libellen ungiftig und können auch nicht stechen. Sie gelten als völlig harmlos für Menschen. Von sich aus greifen die Tiere niemanden an. Meist sind sie scheu und flüchten, sobald man sich nähert.
Im Alltag begegnen Menschen den Tieren vor allem im Sommer an Teichen, Bächen und Seen. In Mitteleuropa leben etwa 85 Arten. Weltweit kennt die Forschung mehr als 6.400 Arten. Keine davon besitzt einen Stachel, mit dem sie Menschen verletzen könnte.
Warum halten viele Libellen für gefährlich?
Der schlechte Ruf hat eine lange Geschichte. In der germanischen Mythologie galten Libellen als heilige Tiere der Göttin Freya oder Frigg. Später deuteten Missionare die Verehrung um. Aus den Libellen wurden „Teufelsnadeln“, „Augenstecher“ und „Pferdetod“.
Diese Namen leben in Redensarten weiter. In Luxemburg heißt die Libelle bis heute „Siwestécher“, also Siebenstecher. Wer mehr über die Symbolik wissen will, findet sie im Beitrag zur spirituellen Bedeutung der Libelle.
Was ist der Fortsatz am Hinterleib einer Libelle?
Viele halten den langen Hinterleib für einen Stachel. Tatsächlich trägt er andere Werkzeuge. Männchen haben am Hinterleibsende Zangen, mit denen sie das Weibchen bei der Paarung im Nacken festhalten. Weibchen besitzen bei manchen Arten einen Eiablageapparat.
Manche Arten stechen damit ihre Eier in Pflanzenstängel oder Baumrinde am Ufer. Das Wort „stechen“ bezieht sich also auf Pflanzen, nicht auf Haut. Der Apparat taugt nicht zur Verteidigung und enthält kein Gift.
Kurzantwort: Der Fortsatz am Hinterleib ist ein Paarungs- oder Eiablageorgan. Er sticht nicht in Haut und enthält kein Gift.
Können Libellen beißen?
Libellen jagen im Flug andere Insekten. Dafür besitzen sie kräftige, bezahnte Mundwerkzeuge. Die Beute zerkauen sie mit den Mandibeln. Auf Menschen sind diese Werkzeuge nicht ausgelegt.
Hält jemand eine Libelle fest, kann sie in den Finger zwicken. Wikipedia beschreibt das als spürbar, aber in der Regel nicht schmerzhaft. Wer die Tiere in Ruhe lässt, hat davon nichts zu befürchten. Kinder sollten Libellen daher nur beobachten und nicht fangen.
Warum kommen Libellen so nah an Menschen heran?
Manche Großlibellen wirken aufdringlich. Die Blaugrüne Mosaikjungfer nähert sich mitunter neugierig und bleibt im Rüttelflug direkt vor dem Gesicht stehen. Das Tier prüft den Eindringling in seinem Revier. Manche Menschen halten das für einen Angriff.
Nach ein paar Sekunden dreht die Libelle ab. Wer ruhig bleibt und nicht wedelt, erlebt keine Zwischenfälle. Auch am Gartenteich oder im Pool tauchen die Tiere auf. Ähnlich harmlos ist der Wasserkäfer im Pool.
Welche Insekten stechen wirklich?
Am Wasser wird oft eine Libelle beschuldigt, wenn es juckt. Meist waren andere Insekten schuld. Die folgende Tabelle hilft bei der Einordnung.
| Insekt | Sticht oder beißt? | Typisches Zeichen |
|---|---|---|
| Libelle | Nein, zwickt höchstens | Keine Hautreaktion |
| Stechmücke | Sticht | Juckende Quaddel |
| Bremse | Sticht und schneidet | Schmerz, Schwellung |
| Wespe | Sticht mit Giftstachel | Brennen, Rötung |
| Honigbiene | Sticht einmalig | Stachel bleibt stecken |
Einen echten Insektenstich erkennt man an Schwellung und Rötung. Die Wikipedia zum Insektenstich nennt Hautflügler wie Bienen, Wespen und Hornissen als typische Verursacher. Mehr dazu steht im Beitrag über eine Blase nach einem Insektenstich.
Was tun bei einem Insektenstich am Wasser?
Bei einer normalen Reaktion helfen einfache Schritte:
- Stachel entfernen, falls er in der Haut steckt.
- Die Stelle kühlen, etwa mit einem feuchten Tuch.
- Nicht kratzen, damit sich nichts entzündet.
- Die Stelle in den nächsten Stunden beobachten.
Bei einer allergischen Reaktion gilt Alarmstufe. Atemnot, Schwindel, Schwellung an Lippen oder Zunge und Kreislaufprobleme erfordern sofort den Notruf 112. Bei Wespenplagen im Garten hilft der Beitrag zum Entfernen eines Feldwespennests.
Sind Libellen nützlich für den Garten?
Libellen gehören zu den nützlichsten Insekten am Teich. Erwachsene Tiere fangen Mücken, Fliegen und andere Fluginsekten. Die Larven leben unter Wasser und fressen laut Wikipedia bevorzugt Mückenlarven, Kleinkrebse und kleine Kaulquappen.
Viele Arten gelten als gefährdet, weil Gewässer und Moore verschwinden. Ein naturnaher Gartenteich mit Wasserpflanzen hilft den Tieren. Auch andere Insekten mit schlechtem Ruf sind meist harmlos. Ein Beispiel dafür ist die Hornisse, die trotz ihrer Größe friedlich ist.
Fazit
Libellen können nicht stechen. Der Mythos stammt aus alten Volksnamen und einem Missverständnis über den Hinterleib. Die Tiere sind ungiftig, scheu und nützlich. Wer eine Libelle am Ufer sieht, kann sie in Ruhe beobachten. Juckende Stellen am See gehen fast immer auf Mücken, Bremsen oder Wespen zurück.
FAQ – Häufige Fragen
Können Libellen stechen?
Nein. Libellen besitzen weder Giftstachel noch Stechapparat. Sie sind für Menschen völlig harmlos.
Können Libellen beißen?
Ja, aber selten. Eine festgehaltene Libelle kann in den Finger zwicken. Das ist spürbar, tut aber in der Regel nicht weh.
Sind Libellen giftig?
Nein. Libellen sind ungiftig, weder Berührung noch Biss bringt Gift in die Haut.
Warum kreisen Libellen um Menschen?
Große Arten wie die Blaugrüne Mosaikjungfer prüfen im Rüttelflug, wer ihr Revier betritt. Das wirkt wie ein Angriff, ist aber reine Neugier.
Was ist der lange Fortsatz am Hinterleib?
Bei Männchen sind es Haltezangen für die Paarung. Weibchen tragen einen Eiablageapparat. Beides sticht nicht in die Haut von Menschen.
Stechen Libellen Pferde?
Nein. Der alte Name „Pferdetod“ stammt aus dem Volksglauben. Belege für Stiche gibt es nicht.
Welches Insekt sticht dann am See?
Meist stecken Stechmücken, Bremsen oder Wespen dahinter. Bremsen zwicken tagsüber am Wasser. Mücken stechen vor allem abends.
Was tun bei einem echten Insektenstich?
Kühlen hilft gegen Schwellung und Juckreiz. Bei Atemnot, Schwindel oder Schwellung im Gesicht sofort den Notruf 112 wählen.
Wie lange leben Libellen?
Die Larven leben je nach Art ein bis mehrere Jahre im Wasser. Erwachsene Tiere fliegen meist nur einige Wochen.
Sind Libellen nützlich?
Ja. Sie fressen Mücken und andere Fluginsekten. Ihre Larven jagen im Wasser Mückenlarven und Kleinkrebse.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starken Beschwerden nach einem Insektenstich hilft die Hausarztpraxis oder der Notruf.
Quellen

Susanne erklärt digitale Alltagsdinge geduldig und Schritt für Schritt. Wer bei ihr liest, muss nichts vorher wissen.






