Größte Krake der Welt: Fakten zum Rekordtier im Überblick

Veröffentlicht am 27.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Die größte Kraken-Art der Welt ist der Pazifische Riesenkrake, wissenschaftlich Enteroctopus dofleini. Tiere dieser Art erreichen eine Mantellänge von bis zu 60 Zentimetern und eine Gesamtlänge von mehreren Metern, wenn man die acht Arme mitrechnet. Besonders große Einzeltiere wurden mit einer Armspannweite von über neun Metern dokumentiert. Fotos solcher Rekordexemplare finden sich in Berichten von Meeresbiologen und in Naturkundemuseen an der nordamerikanischen Pazifikküste.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Pazifische Riesenkrake gilt als größte Kraken-Art der Welt.
  • Die Mantellänge erreicht bis zu 60 Zentimeter, die Gesamtlänge mehrere Meter.
  • Rekordtiere wurden mit über neun Metern Armspannweite gemeldet.
  • Die Tiere leben in kühlen Gewässern des Pazifiks, von Japan bis Kalifornien.

Pazifischer Riesenkrake: Die größte Art im Detail

Enteroctopus dofleini lebt vor allem entlang der Pazifikküste, von Nordjapan über Alaska bis nach Südkalifornien. Die Art bevorzugt kühles Wasser und hält sich sowohl in Küstennähe als auch in tieferen Zonen bis 1.500 Meter auf. Typisch ist eine rötlich-orange Färbung mit helleren Flecken auf dem Mantel. Die acht Arme sind je nach Individuum drei- bis fünfmal so lang wie der Mantel selbst.

Merkmal Wert
Mantellänge bis 60 cm
Gesamtlänge inklusive Arme mindestens 3 m, Rekorde über 9 m
Lebensraum Pazifikküste, bis 1.500 m Tiefe
Lebenserwartung etwa 3 bis 5 Jahre
Verbreitung Japan, Russland, Alaska, Kanada, Kalifornien

Kurzantwort: Der Pazifische Riesenkrake ist die größte Kraken-Art der Welt, mit Rekordexemplaren von bis zu 270 Kilogramm Gewicht und 9,5 Metern Armspannweite.

Weitere Riesenkraken-Arten

Neben dem Pazifischen Riesenkraken zählt die Gattung Enteroctopus noch drei weitere Arten. Der Südafrikanische Riesenkrake lebt vor der Küste Südafrikas, der Südpazifische Riesenkrake vor Chile und Argentinien, der Gelbe Riesenkrake bei Neuseeland. Alle vier Arten werden deutlich größer als gewöhnliche Kraken, bleiben aber hinter den Rekordmaßen der Pazifischen Verwandten zurück. Insgesamt gibt es weltweit mehrere Hundert bekannte Kraken-Arten, die meisten davon deutlich kleiner als eine Hand.

Wie groß werden die Rekordtiere wirklich

Genaue Messungen sind bei Kraken schwierig, weil die Arme sich stark strecken und zusammenziehen lassen. Museen und Aquarien geben deshalb meist eine Spanne an, statt eines einzelnen Höchstwerts. Ein durchschnittliches erwachsenes Tier bringt zwischen 23 und 40 Kilogramm auf die Waage. Die größten bekannten Exemplare wurden mit bis zu 270 Kilogramm Gewicht und einer Armspannweite von 9,5 Metern dokumentiert. Solche Riesen sind heute selten geworden, die meisten erwachsenen Tiere bleiben deutlich kleiner.

Riesenkrake und Riesenkalmar: Zwei verschiedene Tiere

In vielen Berichten werden Riesenkraken mit dem Riesenkalmar verwechselt. Der Riesenkalmar gehört zu einer anderen Tiergruppe, den Kopffüßern mit zehn Armen statt acht. Er kann durch seine langen Fangarme insgesamt eine größere Gesamtlänge erreichen als jede Kraken-Art. Beim reinen Körpergewicht liegt der Riesenkrake dagegen oft vorn, weil sein Körper massiger gebaut ist als der schlanke Kalmar-Körper.

Kurzantwort: Riesenkalmare erreichen durch ihre Fangarme eine größere Gesamtlänge, der Riesenkrake bleibt aber die größte Art unter den echten Kraken.

Lebensweise und Verhalten

Riesenkraken leben meist einzelgängerisch und verstecken sich tagsüber in Felsspalten oder Höhlen am Meeresboden. Nachts jagen sie Krebse, Muscheln und kleinere Fische. Ihr Körper besitzt weder Knochen noch ein festes Skelett, dadurch passen sie durch erstaunlich enge Öffnungen. Ihre Lebenserwartung fällt mit drei bis fünf Jahren im Vergleich zu ihrer Größe recht kurz aus. Ein Weibchen legt bis zu 100.000 Eier in einem einzigen Gelege und bewacht sie rund sechs Monate lang, ohne in dieser Zeit zu fressen. Kurz nach dem Schlüpfen der Jungtiere stirbt das Muttertier.

Warum Riesenkraken selten fotografiert werden

Die meisten Riesenkraken leben in tieferen, dunklen Gewässern und meiden helles Licht. Taucher begegnen ihnen deshalb seltener als kleineren Küstenarten. Die bekanntesten Bilder stammen von Fischfängen, Aquarien oder gezielten Tauchexpeditionen vor der Küste Alaskas und Japans. Wer nach eindrucksvollen Aufnahmen sucht, findet sie am ehesten in dokumentierten Berichten von Meeresbiologen und in seriösen Naturmagazinen.

Intelligenz und Tarnung

Riesenkraken zählen zu den klügsten wirbellosen Tieren überhaupt. Sie lösen einfache Aufgaben, öffnen Schraubverschlüsse und erkennen einzelne Menschen anhand ihres Aussehens wieder. Ihre Haut enthält spezielle Pigmentzellen, mit denen sie Farbe und Struktur blitzschnell an die Umgebung anpassen. Diese Tarnung schützt sie vor größeren Raubfischen und Robben, die selbst ausgewachsene Riesenkraken erbeuten können. Forscher beobachten außerdem, wie einzelne Tiere Werkzeuge wie Muschelschalen als Schutzschild nutzen.

Fazit

Der Pazifische Riesenkrake trägt zurecht den Titel der größten Kraken-Art der Welt. Rekordexemplare erreichen eine Armspannweite von über neun Metern, die meisten Tiere bleiben aber deutlich kleiner. Verwechslungen mit dem Riesenkalmar sind häufig, biologisch handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Tiergruppen.

FAQ – Häufige Fragen

Welche Kraken-Art ist die größte der Welt?

Der Pazifische Riesenkrake, Enteroctopus dofleini, gilt als größte bekannte Kraken-Art.

Wie groß wird der Pazifische Riesenkrake?

Die Mantellänge erreicht bis zu 60 Zentimeter, mit Armen kommen Rekordtiere auf über neun Meter Spannweite.

Wie viel wiegt der größte Riesenkrake?

Die größten bekannten Exemplare wurden mit bis zu 270 Kilogramm Gewicht dokumentiert, ein durchschnittliches Tier wiegt zwischen 23 und 40 Kilogramm.

Wo lebt der Pazifische Riesenkrake?

Er lebt entlang der Pazifikküste von Nordjapan über Alaska bis Südkalifornien, in Tiefen bis 1.500 Meter.

Ist der Riesenkalmar größer als der Riesenkrake?

Der Riesenkalmar erreicht durch seine langen Fangarme eine größere Gesamtlänge, gehört aber zu einer anderen Tiergruppe.

Wie alt werden Riesenkraken?

Die Lebenserwartung liegt bei etwa drei bis fünf Jahren.

Gibt es mehrere Riesenkraken-Arten?

Ja, neben dem Pazifischen Riesenkraken gehören der Südafrikanische, der Südpazifische und der Gelbe Riesenkrake zur selben Gattung.

Sind Riesenkraken gefährlich für Menschen?

Riesenkraken gelten als scheu und meiden den Kontakt mit Menschen, gefährliche Begegnungen sind extrem selten.

Wovon ernähren sich Riesenkraken?

Sie jagen nachts vor allem Krebse, Muscheln und kleinere Fische am Meeresboden.

Warum sieht man selten Fotos von Riesenkraken?

Die Tiere leben zurückgezogen in tiefen, dunklen Gewässern und meiden helles Licht, wodurch Begegnungen mit Tauchern selten bleiben.

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Quellen

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