Inhalt
Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Zu den berühmtesten Malereien der Welt zählen die „Mona Lisa“, die „Sternennacht“, „Der Schrei“, „Guernica“ und das „Mädchen mit dem Perlenohrring“. Sie stammen aus fünf Jahrhunderten und hängen in Museen von Paris bis New York. Dieser Überblick zeigt, wer sie gemalt hat, wo sie zu sehen sind und was sie so bekannt macht.
Kurzantwort: Die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci gilt als bekanntestes Gemälde der Welt. Dicht dahinter folgen „Sternennacht“, „Der Schrei“ und „Guernica“.
Das Wichtigste in Kürze
- Die „Mona Lisa“ entstand um 1503 bis 1506 und hängt im Louvre.
- Van Goghs „Sternennacht“ von 1889 gehört dem MoMA in New York.
- Munchs „Der Schrei“ existiert in vier Gemälde-Fassungen.
- Picassos „Guernica“ entstand 1937 als Reaktion auf einen Luftangriff.
Berühmte Malereien im Überblick
Die Tabelle nennt die bekanntesten Gemälde, ihre Maler und ihre heutigen Standorte. Die Angaben stammen aus Museumsdaten und Wikipedia.
| Werk | Künstler | Entstehung | Ort |
|---|---|---|---|
| Mona Lisa | Leonardo da Vinci | um 1503–1506 | Louvre, Paris |
| Die Nachtwache | Rembrandt | 1642 | Rijksmuseum, Amsterdam |
| Das Mädchen mit dem Perlenohrring | Jan Vermeer | um 1665 | Mauritshuis, Den Haag |
| Die große Welle vor Kanagawa | Hokusai | um 1830–1832 | Drucke in vielen Museen |
| Sternennacht | Vincent van Gogh | 1889 | MoMA, New York |
| Der Schrei | Edvard Munch | ab 1893 | Oslo |
| Der Kuss | Gustav Klimt | 1908/09 | Belvedere, Wien |
| Guernica | Pablo Picasso | 1937 | Museo Reina Sofía, Madrid |
Mona Lisa: das bekannteste Gemälde der Renaissance
Leonardo da Vinci malte das Porträt mit Öl auf Pappelholz. Es misst 77 mal 53 Zentimeter und entstand wahrscheinlich zwischen 1503 und 1506. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts hängt es im Louvre. Berühmt machte es auch ein Diebstahl: Am 21. August 1911 stahl Vincenzo Peruggia das Bild aus dem Museum. Die Presse berichtete weltweit, und die „Mona Lisa“ wurde zum Star. Ihr sanftes Lächeln und der weiche Farbübergang, den Leonardo „Sfumato“ nannte, faszinieren Betrachter bis heute. Eine ausführliche Beschreibung steht bei Wikipedia.
Sternennacht: Van Goghs Blick aus dem Fenster
Vincent van Gogh malte die „Sternennacht“ im Juni 1889 in Saint-Rémy-de-Provence. Das Bild misst 73,7 mal 92,1 Zentimeter. Der Maler lebte damals in einer Nervenheilanstalt und durfte sie nur in Begleitung verlassen. Deshalb entstand das Motiv wohl aus der Erinnerung im Atelier. Wirbelnde Himmelslinien, ein leuchtender Mond und eine Zypresse prägen die Szene. Seit 1941 besitzt das Museum of Modern Art in New York das Werk. Mehr dazu steht in der Wikipedia-Darstellung.
Der Schrei: das Symbol der Angst
Edvard Munchs „Der Schrei“ ist der Titel von vier Gemälden und einer Lithografie. Sie entstanden zwischen 1893 und 1910. Alle zeigen eine Figur unter rotem Himmel, die sich die Hände an die Ohren presst. Munch verarbeitete darin eine eigene Angstattacke bei einem abendlichen Spaziergang. Die Hauptversion von 1893 schenkte der Sammler Olaf Schou der norwegischen Nationalgalerie. Das Motiv gilt als Schlüsselbild des Expressionismus. Wie diese Stilrichtung arbeitet, erklärt der Beitrag über die Merkmale des Expressionismus. Die vier Fassungen beschreibt Wikipedia.
Kurzantwort: „Der Schrei“ gibt es in vier Gemälde-Fassungen von Edvard Munch. Die bekannteste stammt von 1893 und hängt in Oslo.
Guernica: berühmte Malerei als politisches Statement
Pablo Picasso malte „Guernica“ 1937 als Reaktion auf die Zerstörung der Stadt Gernika im Spanischen Bürgerkrieg. Deutsche und italienische Flugzeuge hatten sie bombardiert. Im Juli 1937 zeigte die Weltausstellung in Paris das Werk zum ersten Mal. Heute hängt es zusammen mit vielen Skizzen im Museo Reina Sofía in Madrid. Die Farben beschränken sich auf Schwarz, Weiß und Grau. Dadurch wirkt das riesige Bild wie eine Zeitungsmeldung, die nie verstummt.
Vermeer, Rembrandt und Klimt: berühmte Gemälde der Meister
Das „Mädchen mit dem Perlenohrring“ malte Jan Vermeer um 1665 mit Öl auf Leinwand. Das Bild ist nur 45 mal 40 Zentimeter groß und gehört zur Schausammlung des Mauritshuis in Den Haag. Rembrandts „Nachtwache“ wurde 1642 fertig. Sie zeigt eine Amsterdamer Schützengilde und gilt als sein Hauptwerk. Gustav Klimt malte „Der Kuss“ 1908 und vollendete ihn 1909. Das Bild misst 180 mal 180 Zentimeter, und der österreichische Staat kaufte es noch 1908 für 25.000 Kronen. Es hängt bis heute im Wiener Belvedere.
Berühmte Malereien aus Asien und der Moderne
Nicht jedes Meisterwerk ist ein Ölgemälde. Hokusais Farbholzschnitt „Die große Welle vor Kanagawa“ eröffnet die Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“ von 1830 bis 1836. Er beeinflusste die Impressionisten und löste in Europa eine regelrechte Japan-Mode aus. Weitere Hintergründe liefert der Beitrag zur Geschichte Japans. Auch die Kunst der Gegenwart arbeitet mit Farbe und Fläche. Wer selbst kreativ werden möchte, findet Anregungen bei Zaunlatten bemalen.
Warum werden manche Gemälde so berühmt?
Vier Faktoren wiederholen sich. Erstens bringt ein Werk eine neue Technik oder Sichtweise. Zweitens erzählt es eine starke Geschichte, wie „Guernica“. Drittens sorgen Skandale und Diebstähle für Schlagzeilen. Viertens verbreiten Bücher, Filme und soziale Medien das Motiv. Vermeers Mädchen wurde etwa durch die Ausstellung von 1995/96 und spätere Rezeption zum Publikumsliebling. Ein hoher Marktwert spielt dagegen eine kleine Rolle. Die meisten dieser Werke stehen dauerhaft in öffentlichen Museen.
Fazit
Berühmte Malereien verbinden Handwerk, Geschichte und Zufall. Die „Mona Lisa“ führt fast jede Liste an. „Sternennacht“, „Der Schrei“ und „Guernica“ zeigen, wie Malerei Gefühle und Politik ins Bild setzt. Wer die Originale sehen will, plant am besten einen Städtetrip nach Paris, Amsterdam, Wien oder Madrid. Weitere Kunstthemen finden sich auch im Beitrag über postmoderne Architektur.
FAQ – Häufige Fragen
Welche ist die berühmteste Malerei der Welt?
Meist fällt die Antwort auf die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci. Sie hängt im Pariser Louvre und zieht täglich riesige Besuchergruppen an.
Wer hat die „Sternennacht“ gemalt?
Vincent van Gogh malte sie im Juni 1889 in Saint-Rémy-de-Provence. Heute gehört das Bild dem Museum of Modern Art in New York.
Wo hängt „Der Schrei“?
Edvard Munch schuf vier Gemälde mit diesem Motiv. Die Hauptversion von 1893 gehört der norwegischen Nationalgalerie in Oslo, weitere Fassungen zeigt das Munch-Museum.
Welches Gemälde ist das größte berühmte Werk?
„Guernica“ von Pablo Picasso misst rund 3,5 mal 7,8 Meter. Damit füllt es eine ganze Museumswand im Madrider Museo Reina Sofía.
Was unterscheidet Malerei von Zeichnung?
Malerei arbeitet mit Farbe auf einem Träger wie Leinwand, Holz oder Wand. Eine Zeichnung setzt vor allem auf Linien mit Stift, Kohle oder Tinte.
Warum sind manche Gemälde so berühmt?
Oft spielen mehrere Gründe zusammen: künstlerische Neuerung, eine gute Geschichte, spektakuläre Diebstähle und die ständige Wiederholung in Medien. Die „Mona Lisa“ profitierte etwa vom Diebstahl 1911.
Was ist der Unterschied zwischen Öl- und Acrylmalerei?
Ölfarbe trocknet langsam und lässt sich lange mischen. Acrylfarbe trocknet schnell und ist wasserlöslich, solange sie frisch ist.
Welche Epochen gehören zu den bekanntesten Gemälden?
Renaissance, Barock, Impressionismus, Expressionismus und Kubismus liefern die meisten Klassiker. Jede Epoche brachte eigene Motive und Techniken hervor.
Wo kann ich berühmte Gemälde in Europa sehen?
Große Sammlungen haben der Louvre in Paris, das Rijksmuseum in Amsterdam, das Belvedere in Wien und das Museo Reina Sofía in Madrid.
Sind berühmte Gemälde versichert?
Museen versichern Leihgaben und eigene Bestände meist hoch, oft über Staatsgarantien. Der Wert der berühmtesten Werke lässt sich kaum beziffern, weil sie praktisch nie verkauft werden.
Quellen

Susanne erklärt digitale Alltagsdinge geduldig und Schritt für Schritt. Wer bei ihr liest, muss nichts vorher wissen.


