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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die Zeitumstellung ist nicht abgeschafft. Auch 2026 stellen alle EU-Staaten die Uhren zweimal um. Die nächste Umstellung folgt in der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026. Dann springen die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück. Das EU-Parlament hat die Abschaffung zwar schon 2019 beschlossen. Die Mitgliedstaaten im Rat konnten sich aber bis heute nicht einigen.
Das Wichtigste in Kürze
- Nächste Umstellung: 25. Oktober 2026, eine Stunde zurück.
- Danach folgt der 28. März 2027, eine Stunde vor.
- Das EU-Parlament stimmte 2019 für ein Ende der Umstellung.
- Im Rat der Mitgliedstaaten liegt das Vorhaben seitdem auf Eis.
Zeitumstellung 2026 und 2027: die Termine
Seit 1996 gilt in der EU eine einheitliche Regel. Die Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Die Umstellung erfolgt jeweils um 1 Uhr Weltzeit. In Deutschland entspricht das 2 Uhr im Frühjahr und 3 Uhr im Herbst. Grundlage ist heute die Richtlinie 2000/84/EG.
| Datum | Umstellung | Folge |
|---|---|---|
| Sonntag, 25. Oktober 2026 | 3 Uhr wird zu 2 Uhr | Eine Stunde länger schlafen |
| Sonntag, 28. März 2027 | 2 Uhr wird zu 3 Uhr | Eine Stunde weniger Schlaf |
Eine Merkhilfe: Im Frühjahr kommen die Gartenmöbel vor das Haus, im Herbst zurück in den Schuppen. Genauso wandern die Uhren im März vor und im Oktober zurück.
Kurzantwort: Die Zeitumstellung ist nicht abgeschafft. Am 25. Oktober 2026 werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
Praktische Tipps für die Umstellung im Oktober
- Geräte prüfen: Smartphones und Computer stellen sich meist selbst um. Backofen, Mikrowelle, Autouhr und ältere Wecker brauchen oft Handarbeit.
- Schlaf anpassen: Wer empfindlich reagiert, verschiebt die Schlafenszeit schon einige Tage vorher in kleinen Schritten.
- Haustiere bedenken: Hunde und Katzen kennen keine Uhr. Futter- und Gassizeiten lassen sich langsam um wenige Minuten pro Tag verschieben.
- Nachtschicht beachten: Wer in der Nacht zum 25. Oktober arbeitet, arbeitet eine Stunde länger.
Wie es zum Plan der Abschaffung kam
Im Jahr 2018 startete die EU-Kommission eine öffentliche Umfrage. Rund 4,6 Millionen Menschen nahmen teil. 84 Prozent sprachen sich für ein Ende der Zeitumstellung aus. Laut t3n kamen allerdings rund zwei Drittel der Stimmen aus Deutschland. Andere Länder waren kaum vertreten.
Im September 2018 legte die Kommission einen Gesetzesvorschlag vor. Jedes Land sollte selbst wählen, ob es dauerhaft bei Sommer- oder Normalzeit bleibt. Das EU-Parlament stimmte am 26. März 2019 zu. 410 Abgeordnete votierten dafür, 192 dagegen, 51 enthielten sich. Die letzte Umstellung sollte 2021 stattfinden.
Warum die Zeitumstellung noch nicht abgeschafft ist
Für ein neues EU-Gesetz müssen Parlament und Rat zustimmen. Im Rat sitzen die Regierungen der Mitgliedstaaten. Dort kam bis heute keine Einigung zustande. Das Verfahren ruht seit 2019.
Der Hauptgrund ist die Sorge vor einem Flickenteppich. Würde sich ein Land für dauerhafte Sommerzeit entscheiden und das Nachbarland für Normalzeit, entstünden neue Zeitgrenzen mitten in Europa. Das würde Bahn, Flugverkehr, Handel und Pendler belasten. Deutschland, Frankreich und die Niederlande wollen deshalb nur eine abgestimmte Lösung. Die Kommission betont, dass der Binnenmarkt ohne Abstimmung zwischen Nachbarn nicht reibungslos funktioniert.
Die EU hat heute drei Zeitzonen: westeuropäische, mitteleuropäische und osteuropäische Zeit. Die Mitteleuropäische Zeit gilt in 17 Mitgliedstaaten. Schon die Frage, welche Zeit dort dauerhaft gelten soll, ist umstritten.
Kurzantwort: Die Abschaffung scheitert bisher am Rat der Mitgliedstaaten. Sie fürchten einen Flickenteppich unterschiedlicher Zeiten in Europa.
Der aktuelle Stand 2025 und 2026
Im Oktober 2025 hat das EU-Parlament das Thema erneut aufgegriffen. Die Abgeordneten befragten am 23. Oktober 2025 die Kommission und die dänische Ratspräsidentschaft zu den Gründen der Blockade. Ein Beschluss folgte daraus nicht.
Die Kommission hat eine Studie zu den Folgen einer Abschaffung in Auftrag gegeben. Sie soll bis Ende 2026 vorliegen. Nach eigener Aussage setzt die Kommission darauf, einen Konsens unter den Mitgliedstaaten zu fördern. Wann die Uhren zum letzten Mal umgestellt werden, ist damit weiter offen.
Sommerzeit oder Winterzeit: was Fachleute sagen
Schlafmediziner und Chronobiologen sprechen sich überwiegend für eine dauerhafte Normalzeit aus, die im Alltag Winterzeit heißt. Sie passt besser zum natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Bei dauerhafter Sommerzeit würde es im Winter morgens sehr lange dunkel bleiben. Wie Tiere auf Tageslicht und Uhrzeit reagieren, zeigt der Beitrag warum Vögel nachts zwitschern.
Ein Blick zurück: Sommerzeit in Deutschland
- 1916: Erste Sommerzeit am 30. April, um im Ersten Weltkrieg Energie zu sparen.
- 1919: Abschaffung nach dem Krieg.
- 1940 bis 1949: Erneute Sommerzeit im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit.
- 1980: Wiedereinführung, zeitgleich mit der DDR.
- 1996: Einheitliche EU-Termine im März und Oktober.
Die Wiedereinführung 1980 diente vor allem dem grenzüberschreitenden Verkehr. Die erhoffte Energieersparnis spielte eine geringere Rolle.
Fazit
Die Zeitumstellung ist nicht abgeschafft. Am 25. Oktober 2026 wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt, am 28. März 2027 wieder vor. Das EU-Parlament hat die Abschaffung 2019 beschlossen. Im Rat fehlt aber bis heute eine Einigung. Eine Studie der Kommission soll Ende 2026 neue Grundlagen liefern.
FAQ – Häufige Fragen
Wird die Zeitumstellung 2026 abgeschafft?
Nein. Auch 2026 gibt es die Umstellung im März und im Oktober.
Wann ist die nächste Zeitumstellung?
Am Sonntag, 25. Oktober 2026. Um 3 Uhr wird die Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
Wird die Uhr im Oktober vor oder zurück gestellt?
Zurück. Die Nacht ist eine Stunde länger.
Wann beginnt die Sommerzeit 2027?
Am Sonntag, 28. März 2027, um 2 Uhr.
Wer blockiert die Abschaffung?
Der Rat der Mitgliedstaaten hat sich seit 2019 auf keine gemeinsame Position geeinigt.
Wie viele Menschen nahmen an der EU-Umfrage teil?
Rund 4,6 Millionen, davon stimmten 84 Prozent für ein Ende der Umstellung.
Wie hat das EU-Parlament abgestimmt?
Am 26. März 2019 mit 410 Ja-Stimmen, 192 Nein-Stimmen und 51 Enthaltungen.
Seit wann gibt es die Sommerzeit in Deutschland wieder?
Seit 1980. Die erste Sommerzeit gab es bereits 1916.
Welche Zeit bevorzugen Schlafforscher?
Überwiegend die dauerhafte Normalzeit, also die Winterzeit.
Kann Deutschland allein die Zeitumstellung abschaffen?
Die Umstellung ist EU-weit geregelt. Deutschland setzt auf eine abgestimmte europäische Lösung.
Quellen
- Europäisches Parlament: Bilanz zur EU-Debatte über die Abschaffung der Zeitumstellung
- Europäische Kommission, Vertretung in Deutschland: Zeitumstellung
- t3n: Zeitumstellung im Oktober 2026
- Wikipedia: Sommerzeit

Nico probiert Apps und Geräte aus, bevor er sie empfiehlt, und schreibt über Tastenkürzel, Einstellungen und Abkürzungen im Alltag.






