Wann Bubatz legal? Die wundersame Welt von Bubatz, Bobaz, Babak & Co.

Kaum ein Wort sorgt derzeit so zuverlässig für Schmunzeln, Fragezeichen und vielleicht auch etwas Kopfkratzen im deutschsprachigen Internet wie „Bubatz“. Egal ob als Meme, Rap-Zitat oder einfach nur beiläufig auf Twitter – plötzlich scheint jeder zu wissen, was es ist, aber kaum jemand kann es genau erklären. Höchste Zeit, das Geheimnis zu lüften: Was genau bedeutet eigentlich „Bubatz“?

Was ist denn nun dieser Bubatz?

Kurz gesagt: Bubatz ist eine Bezeichnung für Cannabis, genauer gesagt entweder für die getrockneten Blüten oder einen daraus gedrehten Joint. Der Begriff hat sich vor allem in der deutschen Hip-Hop-Szene verbreitet und steht mittlerweile in einer Reihe mit bekannten Begriffen wie „Gras“ oder „Weed“.

Doch es bleibt nicht einfach bei „Bubatz“ – die Sprachvarianten blühen wie die Pflanze selbst: Egal ob „Bobaz“, „Bobatz“, „Bubak“, „Babak“ oder gar „Babac“ – gemeint ist meistens das Gleiche: die gute alte „Substanzen-Zigarette“, liebevoll im Slang der Szene umschrieben.

Dein Gesichtsausdruck, wenn Oma fragt, was ein Bubatz ist.

Die Herkunft des mysteriösen Wortes

Woher der Begriff genau kommt, ist nicht vollständig geklärt, doch es gibt eine plausible Theorie: Vermutlich stammt „Bubatz“ ursprünglich vom Namen der bekannten Cannabissorte „Baba Kush“. Daraus haben kreative Köpfe kurzerhand ihre eigene Version geformt – und fertig war der Begriff, der erst Rap-Lyrics und später das ganze Netz eroberte.

Nebenbei bemerkt: Das Wort „Babak“ existiert tatsächlich auch im Persischen und bedeutet dort liebevoll „kleiner Vater“. Ob das bewusst eine Rolle bei der Namensgebung spielte, ist aber nicht klar. Ach ja, wer in Italien „Bobaz“ sagt, meint übrigens keinen Joint, sondern schlicht „Idiot“. Vorsicht also mit Bubatz im Italienurlaub!

Warum genau wurde „Bubatz“ zum Meme?

Mit der bevorstehenden Cannabis-Legalisierung durch die Ampel-Koalition seit Ende 2021 wurde „Bubatz“ zum Meme-Hit. Unter dem Slogan „Wann Bubatz legal?“ machte sich schnell eine humorvolle Vorfreude breit, vor allem auf Twitter, Instagram und TikTok. Spätestens, wenn sogar Politiker schmunzelnd von „Bubatz“ sprechen, weiß man, dass der Begriff in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

Bubatz ist legal – aber erklär das mal deinem Chef am Montagmorgen.

Von Rappern geprägt und gefeiert

Seinen Kultstatus verdankt der Ausdruck vor allem der deutschen Rap-Szene. Besonders Rapper wie Nimo, SSIO, Haftbefehl oder Capital Bra lieben es, ihre Lyrics mit „Bubatz“, „Bobaz“ und „Babak“ aufzupeppen:

  • Nimo: „Rauch‘ meinen Bubatz und mach gute Musik“
  • Capital Bra: „Schick mal den Bubatz“
  • SSIO: „Linke Hand Babak, rechts BigMac ohne Gurke“

Diese witzigen, oft provokanten Texte sorgten dafür, dass sich „Bubatz“ und seine Varianten blitzschnell über soziale Medien verbreiteten und sich nachhaltig in die Köpfe einer ganzen Generation einnisteten.

Bonus: „Komm, wir bubatzen!“

Inzwischen gibt es sogar eine Verbisierung: „bubatzen“ bedeutet so viel wie „gemeinsam Bubatz rauchen“. Beispiel gefällig? „Freitagabend, Langeweile, Netflix? Komm, wir bubatzen lieber!“

Ich schwöre, Herr Polizist, das ist kein Joint, das ist ein kulturell wertvoller Bubatz!

Fazit: Ein Wort, das verbindet (und verwirrt)

Egal, wie man es nun genau schreibt oder spricht – Bubatz ist inzwischen mehr als nur eine humorvolle Umschreibung fürs Rauchen von Cannabis. Es ist ein Meme, eine Kulturerscheinung, ein Insider-Wort mit Augenzwinkern und längst auch eine Einladung, sich gemeinsam über etwas zu amüsieren, das früher noch für Kopfschütteln oder rote Augen sorgte.

Und wer immer noch fragt „Wann Bubatz legal?“, bekommt seit einiger Zeit eine zufriedenstellende Antwort: Bubatz wird in Deutschland ab April 2024 offiziell legal sein. Na dann: Auf zum gemeinsamen „Bubatzen“!

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