10 Kampfdisziplinen: Die Disziplinen des Zehnkampfs

Veröffentlicht am 30.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Der Zehnkampf besteht aus zehn Disziplinen der Leichtathletik: 100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung und 400 Meter am ersten Tag sowie 110 Meter Hürden, Diskuswurf, Stabhochsprung, Speerwurf und 1500 Meter am zweiten Tag. Die Athleten sammeln in allen zehn Wettbewerben Punkte. Wer am Ende die meisten hat, gewinnt.

Kurzantwort: Die zehn Disziplinen sind vier Läufe, drei Sprünge und drei Würfe, verteilt auf zwei Tage. Meint die Suche Kampfsport, gibt es keine feste Zehnerliste. Gemeint ist dann fast immer der Zehnkampf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zehn Disziplinen an zwei Tagen
  • Vier Läufe, drei Sprünge, drei Würfe
  • Wertung nach Punktetabelle
  • Weltrekord: 9126 Punkte (Kevin Mayer, 2018)

Zehnkampf Disziplinen: Die Liste im Überblick

Die Reihenfolge ist seit Jahrzehnten festgelegt. Sie sorgt dafür, dass sich Sprint, Sprung und Wurf abwechseln und die Muskulatur zwischendurch Luft bekommt. Die folgende Tabelle zeigt beide Tage.

Nr. Disziplin Gruppe Tag
1 100-Meter-Lauf Lauf 1
2 Weitsprung Sprung 1
3 Kugelstoßen Wurf 1
4 Hochsprung Sprung 1
5 400-Meter-Lauf Lauf 1
6 110-Meter-Hürdenlauf Lauf 2
7 Diskuswurf Wurf 2
8 Stabhochsprung Sprung 2
9 Speerwurf Wurf 2
10 1500-Meter-Lauf Lauf 2

Der erste Tag: Sprint, Sprung und Kraft

Der Wettkampf beginnt mit dem 100-Meter-Lauf. Hier zählt reine Schnelligkeit. Danach folgen Weitsprung und Kugelstoßen. Beim Weitsprung hat jeder Athlet drei Versuche, beim Kugelstoßen ebenfalls. Der Hochsprung verlangt Technik und Sprungkraft, weil die Latte Stück für Stück höher liegt.

Den Abschluss des Tages bildet der 400-Meter-Lauf. Er gilt als eine der härtesten Disziplinen, denn die Beine sind nach vier Wettbewerben schon müde. Viele Zehnkämpfer nennen ihn den „Tag-eins-Killer“.

Der zweite Tag: Hürden, Wurf und Ausdauer

Am zweiten Tag starten die Athleten mit den 110 Metern Hürden. Zehn Hürden stehen auf der Bahn. Es folgen Diskuswurf, Stabhochsprung und Speerwurf. Der Stabhochsprung gilt als technisch anspruchsvollste Disziplin, weil ein Fehlversuch viele Punkte kostet.

Zum Schluss steht der 1500-Meter-Lauf an. Nach zwei Tagen laufen die Athleten dabei oft an ihrer Grenze. Ein starker Endspurt kann noch Plätze bringen. Ein Beispiel für die Vielseitigkeit: Ein Zehnkämpfer wirft den Speer weit, springt hoch und läuft dennoch die 1500 Meter in guter Zeit.

Kurzantwort: Die Punktewertung rechnet jede Leistung mit einer Formel um. Der Weltrekord jeder Einzeldisziplin liegt bei rund 1200 Punkten. Die Summe aller zehn Wertungen entscheidet.

Wie funktioniert die Punktewertung im Zehnkampf?

Niemand gewinnt den Zehnkampf durch einzelne Bestleistungen. Jede Zeit, jede Weite und jede Höhe wird nach einer Tabelle in Punkte umgerechnet. Die Tabelle orientiert sich an den Weltrekorden. Laut Wikipedia gilt der Weltrekord jeder Einzeldisziplin dabei mit rund 1200 Punkten. Die aktuelle Tabelle gilt bei den Männern seit 1985.

Ein Athlet mit vielen soliden Ergebnissen schlägt so oft einen Spezialisten mit nur einer Stärke. Wer eine Disziplin ganz vermasselt, verliert schnell 500 Punkte oder mehr. Deshalb kommt es auf Konstanz an.

Weltrekord und bekannte Zehnkämpfer

Den Weltrekord hält der Franzose Kevin Mayer mit 9126 Punkten. Er stellte ihn am 16. September 2018 in Talence auf. Als erster Athlet überschritt Roman Šebrle aus Tschechien im Mai 2001 in Götzis die Marke von 9000 Punkten.

Bei Weltmeisterschaften gewannen zuletzt Athleten wie Kevin Mayer (2017 und 2022), Niklas Kaul aus Deutschland (2019) und Pierce LePage aus Kanada (2023). Olympiasieger 2020 wurde der Kanadier Damian Warner. Das bekannteste Meeting der Saison ist das Mehrkampf-Meeting in Götzis. Es findet meist Ende Mai oder Anfang Juni statt.

Zehnkampf und Siebenkampf im Vergleich

Frauen treten bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften im Freien im Siebenkampf an. Er besteht aus 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen und 200 Meter am ersten Tag. Am zweiten Tag folgen Weitsprung, Speerwurf und 800 Meter. Seit 2004 werden auch Zehnkämpfe für Frauen ausgetragen. World Athletics führt dafür einen Weltrekord.

In der Halle bestreiten Männer ebenfalls einen Siebenkampf. Dort entfallen Diskus, Speer und die 400 Meter. Die übrigen Läufe sind kürzer.

Kampfsport: Gibt es zehn Kampfdisziplinen?

Wer nach „10 Kampfdisziplinen“ sucht, denkt manchmal an Kampfsport. Judo, Boxen, Ringen, Karate oder Taekwondo bilden aber keine offizielle Zehnerliste. Für Kampfsportarten gibt es keinen festen Wettkampf, der genau zehn Disziplinen kombiniert. Wer Interesse an Kampfkunst hat, findet bei der Reihenfolge der Karategürtel einen guten Einstieg.

So lässt sich der Zehnkampf trainieren

Wer den Zehnkampf ausprobieren will, beginnt meist im Verein. Der Deutsche Leichtathletik-Verband bietet Nachwuchsprogramme an. Junge Athleten üben zuerst Blockwettkämpfe mit weniger Disziplinen. Später kommt der Fünf- oder Siebenkampf hinzu. Für viele Vereine gilt das Training als Schule der Vielseitigkeit, wie sie auch im Radsport mit seinen vielen Wettkampfformen zu finden ist.

Wer Sport zum Beruf machen möchte, findet Anregungen bei Karrierewegen im Profifußball. Für die Balance im Alltag helfen Regeln und Spielfelder wie beim Handballfeld.

Fazit

Der Zehnkampf vereint zehn Disziplinen aus Lauf, Sprung und Wurf. Er verlangt Tempo, Kraft, Technik und Ausdauer an zwei Tagen. Wer nach „10 Kampfdisziplinen“ sucht, findet hier die klare Antwort. Die Wertung nach Punkten macht den Wettkampf fair und spannend.

FAQ – Häufige Fragen

Welche zehn Disziplinen gehören zum Zehnkampf?

Am ersten Tag laufen die Athleten 100 Meter, springen weit, stoßen die Kugel, springen hoch und laufen 400 Meter. Am zweiten Tag folgen 110 Meter Hürden, Diskus, Stabhochsprung, Speerwurf und 1500 Meter.

In welcher Reihenfolge werden die Disziplinen ausgetragen?

Die Reihenfolge steht fest und gilt bei internationalen Wettkämpfen für alle. Tag eins startet mit dem 100-Meter-Lauf, Tag zwei endet mit dem 1500-Meter-Lauf.

Warum heißt der Zehnkampf Königsdisziplin der Leichtathletik?

Vier Läufe, drei Sprünge und drei Würfe verlangen Schnelligkeit, Kraft, Technik und Ausdauer zugleich. Deshalb gilt der Sieger als vielseitigster Athlet.

Wie viele Punkte hat der Weltrekord im Zehnkampf?

Der Weltrekord liegt bei 9126 Punkten. Der Franzose Kevin Mayer stellte ihn am 16. September 2018 in Talence auf.

Gibt es den Zehnkampf auch für Frauen?

Bei internationalen Höhepunkten treten Frauen im Siebenkampf an. Seit 2004 finden aber auch Frauenzehnkämpfe statt, und World Athletics führt dafür einen Weltrekord.

Wie funktioniert die Punktewertung?

Jede Leistung wird mit einer Formel in Punkte umgerechnet. Die Summe aller zehn Einzelwertungen entscheidet über den Sieg.

Wie lange dauert ein Zehnkampf?

Ein Zehnkampf verteilt sich auf zwei Wettkampftage. Pro Tag vergehen je nach Teilnehmerzahl viele Stunden, weil bei jeder Disziplin alle Athleten an die Reihe kommen.

Seit wann ist der Zehnkampf olympisch?

Den heutigen Zehnkampf gibt es bei Olympia seit 1912 in Stockholm. Schon 1904 in St. Louis fand ein ähnlicher Vielseitigkeitswettkampf statt.

Was ist der Unterschied zwischen Zehnkampf und Siebenkampf?

Der Siebenkampf umfasst sieben Disziplinen und dauert ebenfalls zwei Tage. Frauen bestreiten ihn im Freien, Männer nur in der Halle.

Sind mit „10 Kampfdisziplinen“ auch Kampfsportarten gemeint?

Kampfsportarten wie Judo, Boxen oder Ringen bilden keine feste Liste aus zehn Disziplinen. Bei der Suche nach zehn Disziplinen ist meist der leichtathletische Zehnkampf gemeint.

Mehr zum Thema

Quellen

Nach oben scrollen